Hunde im Winter vor Unterkühlung schützen!

Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Wir Menschen können uns mit warmer Kleidung vor der Kälte schützen. Unsere Vierbeiner haben dagegen zur Isolierung nur ihr Fell. Im Winter können Hunde daher sehr schnell unterkühlen, wenn sie sich draußen nicht bewegen.

Besonders gefährlich ist hier längeres Stillsitzen im Freien - zum Beispiel beim Warten vor dem Supermarkt. Bei klirrender Kälte kommt es bereits nach 5 Minuten zu einer Unterkühlung, die eine Blasenentzündung, eine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung nach sich ziehen kann. Auch eine Nierenentzündung und Durchfall können die Folgen des unbeweglichen Wartens in der Kälte sein. Ein Mäntelchen nützt wenig, da Hunde auf ihrem meist wenig behaarten und daher ungeschützten Hinterteil sitzen.

Besonders kälteempfindlich sind Rassen ohne Unterfell wie Dalmatiner, Staffordshire Terrier oder Rehpinscher sowie frisch geschorene Tiere. Grundsätzlich sollte man seinem Vierbeiner im Winter keine längeren Wartezeiten im Freien, im kalten Auto oder auf dem zugigen Bahnsteig zumuten. Auch eine ausgedehnte Stehpause während der Gassi-Runde etwa zum Plausch mit einem zufällig draußen getroffenen Bekannten sollte bei frostigen Temperaturen vermieden werden.

Wer sich einmal in einen Hund hineinversetzt, der ohne mollige Winterkleidung draußen unterwegs ist, oder ein jämmerlich zitterndes, angebundenes Häufchen Elend beobachtet hat, lässt seinen Vierbeiner nicht mehr in der Kälte warten.



Weihnachtssterne sind giftig für Tiere




Foto: © Ursula Bauer
Derzeit findet man ihn am Eingang eines jeden Supermarktes – den Weihnachtsstern. Vor einigen Jahren noch schlicht knallrot mit grünen Blättern, gibt es ihn heutzutage in den verschiedensten Farbvarianten und Größen, von rosé bis gelb, von mini bis riesig. Er ist schön anzuschauen und tendenziell eher pflegeleicht.

Doch Vorsicht! Auch Tiere finden neue Zimmerpflanzen spannend und in diesem Fall kann dies fatal ausgehen. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist daher hochgiftig für Tiere. Das gilt nicht nur für Hund und Katze, auch Vögeln bekommt die attraktive Pflanze alles andere als gut. Neugierig benagen unsere tierischen Freunde den frisch erworbenen Einrichtungsgegenstand, nicht ahnend, welche Konsequenzen dies für ihre Gesundheit haben kann.

Zu den klassischen Vergiftungserscheinungen bei Tieren durch Weihnachtssterne gehören Erbrechen, Zittern, Speicheln und Muskelkrämpfe. Später können sich Durchfall und Nierenversagen hinzugesellen. Daher muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, sobald die Giftaufnahme bemerkt wurde. Zwei Stunden hat man Zeit um ein Mittel zu spritzen, damit das Tier sich erbrechen muss. Danach bleibt nur die symptomatische Behandlung.

Besser es kommt erst gar nicht so weit. Vorweihnachtliche Stimmung lässt sich auch ohne Weihnachtsstern erzeugen. Und wenn es denn unbedingt einer sein soll, so sollte er außer Reichweite eurer Tiere platziert werden!

Erstes Krematorium für Pferde in Deutschland eröffnet



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Bislang war es in der Bundesrepublik verboten, Pferde einäschern zu lassen. Dem Pferdefreund blieb nichts anderes übrig, als seinen geliebten Vierbeiner nach dessen Tod in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zu entsorgen.

Eine Vorstellung, die viele Pferdeliebhaber mit Grauen erfüllte. Erlangt doch auch das Pferd – genau wie Hund und Katze – nach Jahren des Zusammenlebens den Status eines Familienmitgliedes. Nur zu verständlich, dass Pferdebesitzer den Wunsch hegen, dass mit dem Körper des verstorbenen Tieres pietätvoll umgegangen wird.

Hunde und Katzen dürfen hierzulande schließlich schon seit Jahren kremiert werden. Das Gesetz, dass das Einäschern von Ponys und Pferden bisher verboten hat, wurde im Frühjahr dieses Jahres geändert. Kurz darauf begann ein Ehepaar in Schwäbisch Hall mit dem Bau des ersten Krematoriums für Pferde. Der Bedarf dafür ist mit ziemlicher Sicherheit da. Schätzungen zufolge wurden jedes Jahr mehrere hundert tote Pferde in die Niederlande oder die Schweiz verbracht, um sie dort kremieren zu lassen. In diesen Ländern ist die Einäscherung von Pferdekörpern schon länger legal.
Günstig ist diese Art des Abschieds allerdings nicht. Je nach Gewicht des Pferdekörpers fallen Kosten im Rahmen von 2000 bis 3500 Euro für die Verbrennung an. Sie dauert mehrere Stunden. Das Krematorium bietet darüber hinaus an, die Tiere abzuholen. Nach der Einäscherung darf der Besitzer die Asche seines Vierbeiners sogar in einer Urne mit nach Hause nehmen. Bei einer menschlichen Kremierung ist das nicht erlaubt. Mit der Asche des Pferdes kann er dann machen, was er möchte. Auf der Koppel verstreuen, ins häusliche Regal stellen oder unter einem Baum vergraben. Ganz wie es seinen Vorstellungen vom Abschied seines geliebten Freundes entspricht.