Europaweiter Autofreier Tag 2015

Heute ist der "Autofreie Tag". Das ist wie wir finden nicht nur ein guter Anlass, das Auto mal stehen zu lassen, sondern auch, um an all die Tiere zu erinnern, die dem Straßenverkehr zum Opfer fallen. Betroffen sind vor allem Wildtiere.
So stirbt etwa alle zweieinhalb Minuten ein Reh, Wildschwein, Dam- oder Rothirsch auf unseren Straßen – mehr als 220.000 pro Jahr.
Mehr Fakten dazu und was ihr beispielsweise tun solltet, wenn ihr ein überfahrenes Tier am Straßenrand entdeckt, lest ihr in unseren aktuellen News.
http://www.aktiontier.org/…/wie-ihre-katze-sie-garantiert-…/

Große Aufklärungskampagne gestartet - Kein Internethandel mit Tieren

"Kein Internethandel mit Tieren"
Foto: © aktion tier e.V./Bauer
Am 15.09.2015 fiel in Nürnberg auf dem Jakobsplatz der Startschuss zur neuen aktion tier- Aufklärungskampagne „KEIN INTERNETHANDEL MIT TIEREN“.
Zum Kampagnenstart herrschte reges Interesse an unserem großen aktion tier-Infostand und dem begehbaren Tierschutzanhänger, den wir passend zum Kampagnenthema gestaltet hatten. Viele Passanten sahen sich unser Hintergrundvideo an und zeigten sich entsetzt über die drohenden Gefahren beim Internethandel mit lebenden Tieren.

Für die meisten Menschen ist es längst zur Alltäglichkeit geworden, nicht nur Kleidung, Möbel und Dienstleistungen, sondern auch einen lebenden Hausgenossen online zu bestellen. Und im `World Wide Web` ist auch fast jedes Tier zu haben. Nicht nur Hunde, Katzen und Kaninchen, sondern auch eine Vielzahl exotischer Wildtiere wie Vögel, Affen, Reptilien und Raubkatzen.
Doch wer der Meinung ist, ein Lebewesen wie ein Kleindungs- oder Möbelstück per Mausklick bestellen zu müssen, sollte sich immer darüber im Klaren sein, dass er den unkontrollierten Online-Handel, der aus Tierschutzsicht extrem problematisch ist, weiter ankurbelt. Daher sagen wir: Kein Internethandel mit Tieren!
Alle Infos zu unserem neuen Kampagnenthema findet ihr hier: http://www.aktiontier.org/k…/kein-internethandel-mit-tieren/

"Giftköderalarm in Deutschland" - Gute Erziehung schützt Ihren Hund

Die Grundlage einer guten Erziehung beginnt idealerweise im Welpenalter. Foto: © Sabo

Am 07.09.2015 haben wir eine Meldung zum Thema "Giftköderalarm in Deutschland" veröffentlicht. Heutet berichtete die Abendzeitung München nun von genau einem solchen Fall: in Hackfleisch eingerolltes Schneckengift wurde in der Nähe eines Spielplatzes gefunden.
Mit guter Erziehung kann man vorbeugen - und vielleicht so den Hund vor dem Schlimmsten bewahren. Doch wie den Hund trainieren? Das lest ihr hier: http://www.aktiontier.org/…/gute-erziehung-schuetzt-ihren-…/

Jetzt die „Pille danach“ verabreichen

Foto: © aktion tier e.V.
Hunde, die von ihren Besitzern mit in den Urlaub genommen worden sind, sollten nach dem Aufenthalt in Mittelmeeranrainerstaaten unbedingt im Anschluss an die Reise eine Entwurmungstablette bekommen. Sie könnten sich in den südlichen Ländern mit dem lebensgefährlichen Herzwurm infiziert haben...
Mehr zu den Symptomen eines Herzwurmbefalls und den Behandlungsmöglichkeiten lest ihr auf unserer Webseite: http://www.aktiontier.org/…/jetzt-die-pille-danach-verabre…/

„Animal Hoarding-Fall in Brandenburg

Gestern haben wir 100 Katzen auf einem ehemaligen Bauernhof in Wölmsdorf bei Niedergörsdorf eingefangen. Foto: © aktion tier e.V./Bauer
aktion tier übernimmt 100 Katzen

Am 18. August 2015 haben wir 100 Katzen auf einem ehemaligen Bauernhof in Wölmsdorf bei Niedergörsdorf eingefangen. Der Halter, Wolfgang K., war angeblich 2012 mit 15 Katzen von Berlin auf das alte Gehöft gezogen, wo sich dann seine eigenen sowie zugelaufene Tiere weiter unkontrolliert vermehrt hatten. Als der 52- Jährige letzte Woche eine Haftstrafe antreten musste, wurde das Veterinäramt Teltow- Fläming auf den enormen, nun unversorgten Katzenbestand aufmerksam und bat aktion tier um Hilfe.

Bei der großen Aktion gestern haben wir innerhalb weniger Stunden die 70 erwachsenen Tiere sowie 30 schwer an Katzenschnupfen erkrankte Babykatzen eingefangen und auf mehrere aktion tier-Stationen verteilt.

Einige der gesunden, erwachsenen Katzen können in Kürze vermittelt werden und suchen ein Zuhause. Interessenten wenden sich bitte an aktion tier Zossen Tierheim Zossen - Verein der Tierfreunde "Schützende Hand e.V."(Brandenburg) oder aktion tier Meissen Tierschutzcentrum Meißen (Sachsen). 

Mehr Bilder zu diesem und anderen Animal Hoarding Fällen sowie Hintergrundinformationen zum Thema Animal Hoarding findet ihr auf unserer Webseite unter http://www.aktiontier.org/anim…/fall-brandenburg-woelmsdorf/.

Keine Angst vor Wespen

Wespen mögen Süßes © Ursula Bauer
Vor allem im Hochsommer sind Wespen vorrangig dort anzutreffen, wo süße Speisen zu finden sind. Sie umschwirren uns im Biergarten, in der Bäckerei, beim Picknick oder im Freibad und versetzen viele Menschen in regelrechte Panik. Man sollte jedoch ruhig bleiben und niemals wild nach den schwarz-gelb-gestreiften Insekten schlagen. Das macht die Wespen nur angriffslustig und erhöht die Gefahr, tatsächlich gestochen zu werden. Auch Wegpusten ist keine gute Idee, da das im Atem enthaltene Kohlendioxyd die Tiere zusätzlich aggressiv macht. Besser ist, ruhig zu bleiben und die Wespe mit einer langsamen Handbewegung in der Luft `wegzuschieben`. Kommt es doch einmal zu einem Stich, ist dieser zwar schmerzhaft, jedoch nur dann gefährlich, wenn er den Hals oder Rachenraum trifft oder eine entsprechende Allergie vorliegt. 

Von den elf in Deutschland vorkommenden staatenbildenden Wespenarten sind nur die Deutsche Wespe (Vespula germanica) und die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) an süßen Speisen und Getränken interessiert. Um ihre Brut aufzuziehen benötigen sie außerdem tierisches Protein und knabbern daher auch gerne an Grillfleisch oder Wurstwaren. Die übrigen neun Arten meiden Menschen und Lebensmittel. Um Wespen fern zu halten, sollte man Abfalleimer gut verschließen, Fallobst im Garten schnell einsammeln, keine süßlichen Parfüms verwenden und im Freien auf den Verzehr von zuckerhaltigen Speisen und Getränken verzichten. Oder man lockt die Tiere zum Beispiel mit reifen Weintrauben, die man in einiger Entfernung platziert, von der Gartenparty weg. Mit süßen Flüssigkeiten gefüllte Wespenfallen, in denen die Insekten ertrinken, sind nicht nur grausam, sondern auch unwirksam. Denn die sterbenden Wespen sollen Geruchsstoffe freisetzen, die weitere Artgenossen anlocken.

Wespen sind übrigens sehr nützliche Tiere, da sie zahlreiche Schadinsekten wie Blattläuse und Spinnmilben fangen. Was besonders ängstlichen Menschen ein Trost sein könnte: die Lebenserwartung dieser interessanten Hautflügler ist sehr kurz. Im August ist das Wespenvolk am größten aber bis Mitte Oktober sterben in der Regel alle Individuen bis auf die Jungköniginnen, die überwintern und im Frühjahr alleine das neue Volk gründen. Außerdem gehören Wespen zu den gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützten Tierarten.

Grillgut kann für Hunde gefährlich sein

Hat der Hund erstmal etwas vom Grill stibitzt, kann dies gesundheitliche Folgen für das Tier haben... Foto: Kaboompics_com, CC0 1.0
Die wenigen schönen Sommerabende will man nicht im Haus verbringen, und viele nutzen das warme Wetter zum Grillen. Aber die wenigsten von uns wissen, dass grillen für unsere vierbeinigen Freunde zum Albtraum werden kann.

Viele, die einen Hund haben, kennen das: Ein Moment der Unachtsamkeit, und das vorbereitete Grillgut ist schneller stibitzt als man gucken kann. Dieser Diebstahl kann schwerwiegende Folgen für unsere tierischen Freunde haben:

- Rohes Schweinefleisch kann einen für Hunde tödlichen Virus enthalten
- Verschluckte Schaschlik-Spieße können zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen
- Skelettteile von Geflügelstücken können den Magendarmtrakt verletzen

Wird der Diebstahl frühzeitig bemerkt, kann der Tierarzt den Hund durch eine Spritze zum Erbrechen bringen. Auf diese Weise verhindert man die riskante Passage der Grillwaren durch den empfindlichen Hundedarm.

Wie immer gilt aber: "Vorsicht ist besser als Nachsicht", Grillgut sollte an einem hundesicheren Ort aufbewahrt werden!

Mehr Infos dazu lest ihr in unserer Pressemitteilung: http://www.aktiontier.org/presse/pressemitteilungen/artikel/datum/2015/08/grillgut-gefaehrlich-fuer-hunde/

Hunde im Auto sicher transportieren

Hunde auf der Rückbank sichert man mit einem speziellen Gurtsystem. © aktion tier, Ursula Bauer

Wer seinen Hund im Auto mitnimmt, muss ihn zumindest in Deutschland gemäß der hiesigen Straßenverkehrsordnung wie eine Ladung sichern. Er darf den Fahrer nicht behindern oder ablenken und muss so untergebracht sein, dass bei einem Unfall oder einer Vollbremsung niemand gefährdet wird. Diese gesetzliche Regelung dient aber auch dem Schutz des Tieres, welches ohne entsprechende Sicherung bei einer starken Bremsung durch den Innenraum geschleudert und tödlich verletzt werden kann.

Die Sicherung der „pelzigen Ladung“ kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. aktion tier empfiehlt, Hunde grundsätzlich entweder auf der Rückbank oder im Laderaum eines Kombis zu befördern. Gängige Kofferräume sind gerade für größere Rassen viel zu eng und nicht tiergerecht. Hunde auf der Rückbank können mit einem speziellen Gurtsystem, welches mit dem Verschluss des Autogurts verbunden ist, in einer für sie angenehmen Position fixiert werden. Beim Transport im Kombi-Laderaum soll der Hund entweder in einer Box sitzen oder es muss ein Netz oder Trenngitter zwischen Kofferraum und Fahrerraum installiert sein. Besser als ein Netz ist ein fest eingebautes, stabiles Trenngitter, welches auch bei einem stärkeren Aufprall verhindert, dass der Hund nach vorne geschleudert wird. Mehr Sicherheit für den Hund bietet allerdings eine Box. Empfehlenswert ist eine stabile, ausreichend große und möglichst im Laderaum festgeschraubte Metallbox, die nicht samt Hund im Auto herumfliegen kann.

Wer seinen Hund im Fahrzeug nicht sichert, begeht einen Verstoß gegen §23 Straßenverkehrsordnung und kann mit einer Geldbuße von 35 Euro belegt werden. Außerdem muss der Fahrer bei einem Unfall mit Versicherungsproblemen rechnen. Wir halten diese Regelung für sinnvoll, denn der zwar verbotene aber immer noch allgemein praktizierte ungesicherte Transport von Hunden im Auto ist nicht nur für die Insassen des Fahrzeugs, sondern auch für den Vierbeiner potenziell lebensgefährlich.

Wie man Hunde an Transportboxen gewöhnt, erfahrt ihr übrigens hier: http://www.aktiontier.org/…/hunde-und-katzen-rechtzeitig-v…/

Tierquälerei als Touristenattraktion

Elefantenreiten ist Tierquälerei. Foto: © Ursula Bauer

Elefantenreiten in Thailand, Kamelreiten in Ägypten, Eselreiten in der Türkei – in vielen Urlaubsländern werden derartige Touristenattraktionen angeboten. Vor allem das Elefantenreiten ist aus Tierschutzsicht abzulehnen. Die sensiblen Dickhäuter werden häufig schon im Babyalter von ihren Müttern getrennt und in speziellen Elefantencamps „trainiert“. Ihr Wille wird mit brutaler Gewalt gebrochen, bis sich die Tiere ihrem Schicksal fügen und dem Menschen unterordnen. Ob man sich im Urlaub auf ein Kamel oder einen Esel setzt, ist Geschmackssache. Kranke und abgemagerte Geschöpfe, die im lauten Straßengewirr herumgeführt oder von ihren Führern misshandelt werden, sollten jedoch von Vorneherein als „Urlaubsvergnügen“ ausscheiden. 

Nicht zu vergessen die fast überall möglichen Ritte auf Pferden und Ponys. Das Glück der Erde mag zwar für manche Menschen auf dem Rücken der Pferde liegen. Für die Tiere ist das Tragen von meist ungeübten Touristen jedoch mit ziemlicher Sicherheit kein Vergnügen. Hier sollte man sich auf jeden Fall den Zustand der Tiere und die Qualität ihrer Unterbringung genau ansehen. Abgemagerte Pferde und Ponys, die in kleinen Gehegen eingepfercht oder einzeln in glühender Mittagshitze auf den nächsten Reiter warten, sind für Tierfreunde tabu. Auch von Kutschfahrten sollte man Abstand nehmen, wenn die vorgespannten Esel oder Pferde einen schlechten gesundheitlichen Eindruck machen oder der Wagenlenker lieblos mit den Tieren umgeht.

Außerdem werden vor allem in exotischen Reiseländern in den Straßen häufig Schlangen, Krokodile oder Affen präsentiert, mit denen sich die Urlauber für ein paar Euro fotografieren lassen können. Dass diese armen Tiere täglich stundenlang `arbeiten` müssen, wahllos herumgereicht und von zahlreichen Händen begrabscht werden sollte Grund genug sein, derartige Geschäfte nicht zu unterstützen.

Nähere Informationen zu diesem Thema sowie unseren kostenlosen Flyer "Tipps zum Natur- und Artenschutz im Ausland" findet ihr hier: http://www.aktiontier.org/…/artensc…/artenschutz-im-ausland/

Tierischer Badespaß mit Folgen

Foto: © Ursula Bauer
Hurra, der Sommer ist da! Nix wie ab ins Wasser. Dieser Devise folgen auch unsere Hunde nur allzu gerne. Doch manch einer kommt deutlich weniger fröhlich aus dem Wasser heraus, als er eben noch hinein gesprungen ist. Die Rute in einer seltsamen Stellung abgeknickt tragend, trottet der Vierbeiner zögerlich aus dem Wasser.

Wenn ihr so etwas bei eurem Hund seht, handelt es sich um eine Wasserrute. Vorzugsweise beim Schwimmen – daher auch der Name – tritt dieses Krankheitsbild auf. Was aber genau dahinter steckt, ist bisher nicht bekannt. In Frage kommen Minderdurchblutung der Muskulatur, Muskelfaserrisse oder auch Einengung der Nervenbahnen.

Sicher ist, dass das Auftreten einer Wasserrute, auch Hammelschwanz genannt, für das Tier äußerst schmerzhaft ist. In extremen Fällen können die Tiere kein Kot und keinen Urin mehr absetzen. Daher sollte der nächste Weg zum Tierarzt führen.

„Stellt der die richtige Diagnose und behandelt den Hund mit Schmerzmitteln und Entzündungshemmern, geht es dem Tier innerhalb von wenigen Stunden schon besser“, rät euch aktion tier Tierärztin Tina Hölscher. Der Patient braucht dann einige Tage Ruhe und ist nach wenigen Tagen wieder hergestellt.

Vorsicht beim Souvenirkauf!

Hände weg von lebenden Tieren als Urlausmitbringsel. Foto: © Ursula Bauer 
Fast jeder Urlauber möchte sich eine kleine Erinnerung an die schönste Zeit des Jahres mitnehmen. Auf ausländischen Märkten locken haufenweise exotische Souvenirs wie bunte Korallenketten, Schnitzereien aus Elfenbein, Produkte aus Reptilienleder, Riesenmuscheln und Schildkrötenpanzer. Bei der Wahl des Andenkens sollte man jedoch sehr vorsichtig sein, denn die Mitnahme artengeschützter Tiere und Pflanzen nach Deutschland ist entweder verboten oder nur mit einer entsprechenden amtlichen Genehmigung erlaubt. Diese Regelungen beziehen sich nicht nur auf lebende Tiere und Pflanzen. Auch Raubtierfelle, Nashornprodukte, ausgestopfte Greifvögel, präparierte Elefantenfüße und Elfenbein sind davon betroffen. Selbst weniger spektakuläre Souvenirs wie eine Schnitzerei aus seltenem Tropenholz, Orchideen, Kakteen, getrocknete Seepferdchen oder sogar am Strand gesammelte Muscheln und Korallenstücke können Probleme bei der Rückkehr nach Deutschland bereiten. Sogar Produkte wie Cremes, asiatische Medizin oder Nahrungsergänzungsmittel, die Bestandteile von geschützten Tier- oder Pflanzenarten enthalten, unterliegen dem Artenschutz.

Was im Urlaubsland offen zum Kauf angeboten wird, muss noch lange nicht legal sein und auch die von manchen Händlern ausgestellten `Ausfuhrbescheinigungen` sind ungültig. Nur die zuständige lokale Behörde ist befugt, amtliche Genehmigungen zu erteilen.

Um den illegalen Handel mit wildlebenden Tier- und Pflanzenarten zu unterbinden, wurde 1973 in Washington ein Artenschutzübereinkommen getroffen. Diese „Convention on International Trade in Endangered Species of wild Fauna and Flora“, kurz CITES genannt, schützt bedrohte Arten durch Handelskontrollen und -beschränkungen. Auch die private Mitnahme von lebenden oder toten Souvenirs aus Tier- und Pflanzenarten nach Deutschland wird als „Handel“ gewertet. Derzeit gelten Handelsbeschränkungen für über 33.000 Arten. Entdeckt der hiesige Zoll illegale Mitbringsel ohne Genehmigung, drohen unter Umständen bis zu fünf Jahre Haft oder Geldbußen von bis zu 25.000 Euro.

Ob lebend, selbst gesammelt oder als Souvenir verarbeitet –Touristen sollten grundsätzlich auf die Mitnahme fremdländischer Tier- und Pflanzenarten verzichten! So erspart man sich nicht nur Schwierigkeiten, sondern leistet auch noch einen kleinen Beitrag zum Artenschutz im Urlaubsland. Denn die Reiseandenkenindustrie trägt eine wesentliche Mitschuld an der Ausrottung und Gefährdung von vielen tausend Tier- und Pflanzenarten.

Rekordhitze: Tierarztbesuch verschieben

Außergewöhnliche Belastungen wie Tierarztbesuche sollten jetzt nur stattfinden, wenn es unbedingt sein muss...Foto: © SaBo


Ganz Deutschland stöhnt unter der Rekordhitze. Doch nicht nur die Menschen schwitzen. Auch Tiere leiden unter den extremen Temperaturen. Außergewöhnliche Belastungen wie Tierarztbesuche sollten jetzt nur stattfinden, wenn es unbedingt sein muss...

Mehr Infos dazu erfahrt ihr hier: http://www.aktiontier.org/…/rekordhitze-tierarztbesuch-ver…/

Mantel aus Katzenfell im Internet


Wir sind mal wieder auf eine illegale Verkaufsanzeige im Internet gestoßen. Eine junge Frau wollte eine Jacke aus Katzenfell für 1.200 Euro verkaufen. Sie pries dieses Kleidungsstück, für das mindestens 18 Katzen ihr Leben lassen mussten, als „wunderschön“ an. 

Der Handel mit Katzen- und Hundefellen ist seit Ende 2008 EU-weit verboten. Auch der private Verkauf von Kleidungsstücken aus solchen Fellen ist illegal! Es ist schier unglaublich, dass es noch Menschen gibt, die dieses Verbot und die vielen Skandale um Anbieter von Kleidung mit Haustierfell anscheinend nicht mitbekommen haben.

Wir haben die Betreiber der Plattform angeschrieben und aufgefordert, die Anzeige zu löschen. Bitte macht das Gleiche, wenn Euch derartige illegale Angebote über den Weg laufen. Inzwischen wurde die Anzeige gelöscht.

Was Haustieren bei Hitze hilft

Auch unsere Haustiere haben bei Hitze viel Durst. Foto: © Ursula Bauer
Bei hochsommerlichen Temperaturen gibt es viele Möglichkeiten, wie Tierhalter ihren Lieblingen die Hitze erträglicher machen können. Hunde und Katzen beispielsweise liegen im Sommer gerne an kühleren Orten wie etwa im Keller, auf den Fliesen im Bad oder unter dem Baum im Garten. Gebt euren Tieren die Möglichkeit selbst zu entscheiden, wo sie sich am liebsten aufhalten möchten. 

Frisches Trinkwasser in ausreichender Menge ist für alle Haustiere im Sommer besonders wichtig. Für Hunde und Katzen kann man Wassernäpfe an mehreren Stellen in der Wohnung aufstellen, damit sie sich je nach Bedarf erfrischen können. Ein übervoller Magen belastet bei Hitze nur zusätzlich. Daher sind kleine, über den Tag verteilte Futterrationen für unsere Haustiere jetzt besser. Nassfutter bitte nicht stehenlassen, da Fliegen hier sehr schnell ihre Eier ablegen. Sportliche Gassirunden mit dem Hund oder die Spielstunde mit dem Stubentiger sollten besser auf die frühen Morgenstunden oder den Spätnachmittag/Abend gelegt werden, wenn die Temperaturen wieder erträglich sind.

Gehege von Kleintieren oder Vogelkäfige dürfen nie auf der Fensterbank oder an anderen besonnten Stellen stehen. Die Gefahr der Überhitzung ist gerade bei diesen Tieren sehr groß. Wird es über den Mittag in der Wohnung zu heiß, kann man den Vogel- oder Kleintierkäfig stundenweise in den kühleren Keller stellen. Auch die Außengehege von Meerschweinchen und Kaninchen müssen immer ausreichend Schatten bieten. 

In der heißen Sommerzeit werden in vielen Wohnungen Ventilatoren oder Klimaanlagen eingeschaltet. Die kühle Zugluft tut unseren Haustieren jedoch nicht gut, sie kann zu Erkältungen und Augenentzündungen führen. Rotierende Standventilatoren bergen außerdem für freifliegende Vögel ein hohes Verletzungsrisiko. Daher sollte in den Aufenthaltsräumen von Tieren auf Ventilatoren und Klimaanlage verzichtet werden. Besser ist, die Jalousien tagsüber herunter zu lassen und feuchte Handtücher aufzuhängen, welche die Räume durch die Verdunstung abkühlen.

Mauersegler nach Scheibenanflug versorgt

Der Mauersegler ist nach der Kollision mit einer Scheibe benommen und hilflos. Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Heute brachte uns ein Bauarbeiter einen Mauersegler, der im Kaiserdamm in der Nähe unserer Geschäftsstelle gegen eine Glasfront geprallt war. Der hübsche Vogel war ganz benommen und völlig hilflos. 

Wir untersuchten ihn und konnten keine äußeren Verletzungen oder Brüche feststellen. Daher setzten wir ihn in einen weich gepolsterten Karton und gaben ihm Zeit, sich zu erholen. Nach etwa einer Stunde zappelte es dann im Pappkarton – unser Pflegling war zum Glück wieder fit. Wir nahmen ihn mit in eine nahegelegene, geschützte Grünfläche und setzten ihn auf die flache Hand. Vögel darf man nach einem Scheibenanflug nie in die Luft werfen. Sie sollten immer selbst entscheiden, wann sie bereit zum Weiterfliegen sind. 

Unser Mauersegler ließ sich auch noch ein wenig Zeit, saß ruhig auf der hochgehaltenen Hand und orientierte sich. Schließlich schwang er sich in die Luft, drehte zum Abschied noch eine Runde über unseren Köpfen und verschwand. 

Weitere Informationen zum Thema Scheibenanflüge sowie Tipps, wie man Vögel davor bewahren kann, findet ihr hier http://www.aktiontier.org/…/glasscheiben-gefahr-fuer-voegel/

Maulkorbgewöhnung ist immer sinnvoll und für alle Hunde wichtig!

Nach der sanften Eingewöhnung haben die meisten Hunde keine Probleme mit ihrem Maulkorb Foto: (c) Aktion Tier, Ursula Bauer
Es gibt zahlreiche Situationen, in denen ein Maulkorb für jeden Hund Pflicht ist wie beispielsweise bei der Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln, beim Urlaub in bestimmten Ländern oder inzwischen selbst beim Besuch vieler Restaurants. Daher ist es ratsam, seinen Hund an das Tragen eines Maulkorbs zu gewöhnen.

Worauf ihr bei der Wahl eines Maulkorbs achten müsst und wie ihr euren Hund behutsam an das Tragen gewöhnt, lest ihr hier: http://www.aktiontier.org/…/maulkorbgewoehnung-ist-immer-s…/

Vorsicht bei der Mitnahme von Straßentieren aus dem Ausland

Die Mitnahme eines Straßenhundes nach Deutschland erfordert eine gründliche Planung. © Ursula Bauer
Tierfreunde entdecken, wo sie gehen und stehen, Tiere. Auch und gerade im Urlaub, wenn der Kopf frei ist und der Blick neugierig umherwandert. 

Vor allem in südlichen und osteuropäischen Ländern begegnen wir regelmäßig Straßenhunden und Streunerkatzen, die an Orten leben, die uns ungewohnt und auch ungeeignet erscheinen – in Ferienanlagen, in Parks, am Strand, in Ruinen oder auf dem Campingplatz. Die Tiere laufen durch den gefährlichen Verkehr, stöbern im Müll, haben kein Zuhause. Manche sind mager, haben ungepflegtes Fell, wirken krank. Man möchte am liebsten alle einsammeln und mitnehmen.

Bei aller Tierliebe sollte die Mitnahme eines Straßentieres nach Deutschland jedoch nie spontan und unüberlegt erfolgen, sonst kann die gut gemeinte Rettungsaktion schnell schief gehen. Zum einen muss die Reise mit Tier organisiert und beispielsweise mit der Fluggesellschaft abgestimmt werden. Zum anderen gilt es, die gesetzlichen Bestimmungen genau zu beachten. 

Mehr aktuelle Infos zu diesem Thema findet ihr hier: 

http://www.aktiontier.org/…/vorsicht-bei-der-mitnahme-von-…/

aktion tier hat Eichhörnchenseil in München errichtet

(v.l.n.r.) Stadträtin Kristina Frank, Dr. Evelyne Menges (CSU-Tierschutzbeauftragte, Stadträtin in München und Gründerin und Vizepräsidentin der aktion tier – Tierrettung München) , Ursula Bauer (aktion tier Berlin) und Baumkletterer Alexander Geist vor dem Anbringen des Seils. © aktion tier
Gestern haben wir in München in der Dantestraße ein Eichhörnchenseil installiert. Im strömenden Regen hat unser Seilexperte Alexander Geist das 40mm starke, hanffarbene Kunststofftau in einer Höhe von ca. 7m an zwei großen Bäumen an den gegenüberliegenden Straßenseiten angebracht. Wir hoffen, dass die Hörnchen schnell diese sichere Überquerungsmöglichkeit entdecken und dann auch rege nutzen. Um diesen Prozess zu beschleunigen hat aktion tier einen mit Nüssen und Samen befüllten Futterkasten angebracht. Mit Hilfe einer Kamera, die auf Bewegung auf dem Seil reagiert und Fotos in unsere Berliner Geschäftsstelle sendet, werden wir dann erfahren, wenn die Münchner Eichhörnchen unser Seil benutzen.

Nachdem das erste aktion tier- Eichhörnchenseil am Müggelseedamm in Berlin von den Hörnchen erfolgreich angenommen wurde haben wir uns entschlossen, auch in München eine „Luftbrücke“ für die niedlichen Nager zu errichten. An der Dantestraße konnten wir Eichhörnchen beobachten, die todesmutig die zeitweise vielbefahrene Straße überquert haben, um in die Kleingartenanlage hinter dem angrenzenden Reinmarplatz, in die vielfältig strukturierten Hausgärten und auf das weitläufige Freibadgelände zu gelangen. Anwohner berichteten außerdem, dass an dieser Stelle häufiger Eichhörnchen überfahren wurden, was wir nun mit unserem Seil verhindern werden.

Weitere Informationen zum aktion tier- Projekt Eichhörnchenseil findet Ihr unter www.aktiontier.org/eichhörnchenseil

Vierbeiner im Sommer nie im Auto allein lassen!

Vierbeiner im Sommer nie im Auto allein lassen! © aktion tier e.V./Bauer

Fahrten mit dem Auto gehören für viele Hunde zum Alltag. Grundsätzlich sollte man den Hund im Sommer jedoch niemals im Auto allein lassen! Auch nicht für kurze Zeit oder wenn der Wagen im Schatten steht. Selbst heruntergelassene Scheiben oder eine Schale Wasser im Auto bringen nichts. Denn die Sonne wandert schnell und verwandelt das Auto in kurzer Zeit in einen Backofen.
So kann im Wageninnern die Temperatur innerhalb von Minuten auf 70 Grad ansteigen und der Hund einen lebensbedrohlichen Hitzschlag erleiden. Bereits eine Stunde Warten im aufgeheizten Auto kann zum Kreislaufzusammenbruch führen, nach spätestens zwei Stunden stirbt der Hund. Daher ist Gefahr im Verzug, wenn ein Hund im Sommer im Auto zurückgelassen wurde. Passanten sollten die Polizei verständigen, welche die Scheiben einschlagen darf, um das Tier zu retten. Der Hundebesitzer kann neben diesem Schaden mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen. 


Was ebenfalls wichtig ist: Für sommerliche Autofahrten sollte der PKW über eine Klimaanlage verfügen, damit es dem Vierbeiner nicht zu warm wird. Weit heruntergelassene Scheiben während der Fahrt bitte unbedingt vermeiden. Hunde können durch Zugluft leicht eine Bindehaut- oder Ohrenentzündung bekommen.

Bello allein zu Haus

Foto: © Ursula Bauer
Im Alltag tauchen regelmäßig Situationen auf, in denen es unmöglich ist, seinen Vierbeiner mitzunehmen. Hunde haben je nach Veranlagung einen unterschiedlich ausgeprägten Meutetrieb und instinktiv das Bedürfnis, beim Rudel zu bleiben. Ein Hund muss also das Alleinsein erst lernen.

Hat ein Vierbeiner in dieser Hinsicht Probleme, kann dies unterschiedliche Ursachen haben, die zuerst ergründet werden müssen, um dann mit dem geeigneten Training zu beginnen. In fast allen Fällen sind die Schwierigkeiten auf Trennungsangst oder auf Angst vor Kontrollverlust zurückzuführen. Während ein Hund mit Trennungsangst sich wirklich davor fürchtet, für immer alleine zu bleiben, können es Vierbeiner mit Angst vor Kontrollverlust einfach nicht ertragen, dass Herrchen oder Frauchen alleine, also ohne von ihnen beschützt zu werden, das Haus verlassen.

Ein Hund mit Trennungsangst wird selten Schuhe oder die Couch zerfetzen, während er alleine ist. Er sitzt eher stundenlang hinter der Tür, heult und kratzt an Türen und Wänden. Kommt die Bezugsperson dann endlich nach Hause, wird sie intensiv begrüßt, wobei die Haltung des Hundes beschwichtigend-demütig ist (angelegte Ohren, geduckte Haltung). Bei diesen Vierbeinern kann das Alleinsein nur in ganz kleinen Schritten geübt werden, wobei der gesamte Lernprozess bis zu 12 Monate dauern kann. Beginnen Sie damit, dass Ihr Hund Ihnen im Haus nicht mehr überallhin folgen darf. Schicken Sie ihn auf seinen Platz und verlassen Sie das Zimmer. Zunächst nur für wenige Sekunden, später erhöhen Sie die Dauer nach und nach. Parallel sollten bestimmte Schlüsselreize für den Hund abgebaut werden. Dieser weiß nämlich genau, was folgt, wenn Sie sich Schuhe und Jacke anziehen und zum Schlüssel greifen und reagiert prompt mit Angst. Versuchen Sie daher, weniger vorhersehbar zu sein. Machen Sie sich ausgehfertig, nehmen Sie Ihren Schlüssel und setzen Sie sich gemütlich auf die Couch. Oder verlassen Sie das Haus, ohne vorher Jacke und Straßenschuhe anzuziehen. Verlängern Sie die Zeiten des Alleinseins immer nur in ganz kleinen Schritten. Leise Musik oder der eingeschaltete Fernseher kann auch beruhigend auf den wartenden Vierbeiner wirken. Manchen Hunden mit Trennungsangst verhelfen Pheromone zu mehr Sicherheit und Geborgenheit. Synthetische Nachbildungen des Beruhigungspheromons bekommt man in Form von Halsbändern oder Zerstäubern für die Steckdose. Auch Kauartikel oder Spielzeuge schaffen Ablenkung und können daher zu einer positiven Entwicklung beitragen.

Hunde mit Angst vor Kontrollverlust reagieren auf das Zurückgelassen werden völlig anders. In der Regel sind sie „verärgert“ darüber, dass sich Frauchen oder Herrchen erdreistet hat, sie alleine zu Hause zu lassen. Ihre Wut wird nicht selten an der Wohnungseinrichtung, den Hausschuhen oder sonstigem ausgelassen und ist häufig von stundenlangem Bellen begleitet. Diese Hunde begrüßen den Heimkehrer meist mit stürmischem Anspringen, was jedoch nicht etwa als Freude zu deuten ist, sondern eher als Maßregelung des Halters für sein „Fehlverhalten“. Hunde mit Kontrollverlust werden das Alleinsein nur dann entspannt akzeptieren, wenn sie sich nicht mehr für ihren Menschen zuständig fühlen. Hilfreich ist hier eine Strukturveränderung im Rudel, beispielsweise durch die Veränderung des Hunde-Liegeplatzes. Ein Hund, dessen Körbchen an strategisch wichtigen Orten wie etwa dem Eingangsbereich steht, wird sich schnell für die Kontrolle des Rudels verantwortlich fühlen.

Grundsätzlich sollte jeder Hund sowohl körperlich als auch geistig ausgelastet sein, bevor Herrchen oder Frauchen ihn für höchstens 5 Stunden allein zu Hause lassen. Hat der Vierbeiner während der Abwesenheit etwas angestellt oder kaputt gemacht, sollte man das Tier auf keinen Fall bestrafen, da der Hund die Bestrafung nicht mehr mit seinem Handeln in Verbindung bringen kann, sondern mit der Rückkehr seines Menschen verknüpft. Und dies führt nur dazu, dass seine Angst vor dem Alleinsein noch größer wird.

Zeckenalarm in Deutschland

Zecke auf einer Katze. Foto: © Ursula Bauer

Dieses Jahr ist es so schlimm wie schon lange nicht mehr. Überall lauern die gefährlichen Parasiten. Frühjahr bedeutet Hochsaison für Zecken. Mit steigenden Temperaturen steigt auch die Aktivität der ungeliebten Blutsauger.

„Jetzt ist genau der richtige Moment, seinen Hund oder seine Katze vor Zecken zu schützen“, rät euch unsere Tierärztin Tina Hölscher. Wirklich wirksame Prophylaxe gibt es beim Tierarzt. Hier hat der Besitzer die Wahl zwischen Tabletten, Halsbändern und Präparaten, die auf die Haut geträufelt werden. Damit sind nicht nur die Vierbeiner vor den Zecken gefeit. Zeckenschutz beim Tier bedeutet auch Zeckenschutz für den Menschen: Die Zecken heften sich an die Haustiere an und krabbeln etwa einen Tag lang auf deren Körper herum, bevor sie wirklich zubeißen. In diesem Zeitraum passiert es häufig, dass sie beim Schmusen oder Streicheln vom Tier auf Herrchen oder Frauchen überwechseln. Daher ist es doppelt wichtig, sein Haustier vor den Lästlingen zu schützen.

Beißt doch einmal eine Zecke einen Zweibeiner, sollte diese nach dem Entfernen unbedingt aufbewahrt werden. Entwickelt sich nach dem Biss die gefürchtete Wanderröte auf der Haut, hat man so die Möglichkeit, den Parasiten auf Krankheitserreger wie Borrelien untersuchen zu lassen. Nur wenn die Zecke den Erreger tatsächlich in sich trägt, muss auch behandelt werden. Ohne Untersuchungsobjekt in Form der Zecke muss der Mensch auf Verdacht sechs Wochen lang hochdosiert Antibiotika schlucken. Dies kann mit Hilfe der Zeckenuntersuchung dann eventuell vermieden werden.
Mehr zum Thema Haustiere und Tiergesundheit lest ihr auf unserer Webseite: http://www.aktiontier.org/themen/haustiere/

Welcher Hund passt zu mir? Charakter ist wichtiger als Aussehen!

Der Charkter eines Hundes ist wichtiger als sein Aussehen! Foto: © aktion tier
Wenn die grundsätzliche Entscheidung getroffen ist, einen Hund anzuschaffen, stellt sich die Frage: „Welcher Vierbeiner soll es nun sein?“ 

Leider wird das neue Familienmitglied häufig aufgrund seines Aussehens ausgewählt. Doch die vermeintliche Schönheit eines Hundes sollte nie das Hauptkriterium sein! Nur wenn der Hund auch charakterlich zum Menschen passt, kann das Zusammenleben auf Dauer gut funktionieren.

Hunderassen unterscheiden sich nicht nur in Größe, Form und Fell, sondern auch ganz entscheidend in Charaktereigenschaften, die ihnen teilweise ganz bewusst angezüchtet wurden. So gibt es Rassen mit einem starken, angeborenen Jagdtrieb wie beispielsweise Weimaraner, Deutsch Drahthaar und Pointer. Hüte- und Treibhunderassen wie Kangal, Border-Collie und Australien Shepherd haben einen ausgeprägten Wach- und Schutztrieb. Alle Rassen, die als Arbeitshunde gezüchtet wurden, brauchen Abwechslung und viel Beschäftigung, um ausgelastet zu sein. Sie sind sowohl als Familienhund sowie für Menschen ohne Hundeerfahrung eher ungeeignet. Selbst ein kleiner Jack Russel hat einen außerordentlichen Bewegungsdrang und einen großen Jagdtrieb. Er benötigt unsere volle Aufmerksamkeit und kann nicht in einer Familie mit kleinen Kindern mal so nebenher mitlaufen. Bei Mischlingshunden sind zum Teil viele Erbanteile unterschiedlicher Rassen vereint, die teilweise dominant in Erscheinung treten und manchmal nichts mit dem äußeren Erscheinungsbild zu tun haben. So kann eine rundlich, gemächlich wirkende Fellkugel durchaus ein niedriges Aggressionspotential oder einen nervösen Charakter besitzen. Hier hilft nur, das Tier vor der endgültigen Übernahme durch mehrere Besuche kennen und beurteilen zu lernen. 

Von vorneherein ausgeschlossen sind für Tierfreunde Hunderassen, die als Qualzucht eingestuft werden. Das Herauszüchten extremer äußerer Merkmale wie runder Kopf, hervorstehende Augen und extreme Kurznasen kann zum Beispiel bei Möpsen, Bulldoggen, Pekinesen und Chihuahua zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Bei weiteren Qualzucht-Rassen wie Dobermann, Bordeaux-Dogge, Basset, Shar Pei oder Nackthunden sind genetisch bedingte Erkrankungen vorprogrammiert.

Um den passenden vierbeinigen Begleiter zu finden, sollte man sich sein Alltagsleben vergegenwärtigen und wissen, was man von einem Hund erwartet. Auch die Wohnverhältnisse, das Umfeld und das Alter des zukünftigen Hundebesitzers spielen eine Rolle. Man sollte sich Zeit nehmen, sich gut informieren und mehr Gewicht auf die „inneren Werte“ als auf das Aussehen des Hundes legen. Dann hat man gute Chancen, die richtige Wahl zu treffen, damit einer guten Mensch-Hund-Beziehung und somit einem glücklichen, gemeinsamen Leben nichts im Weg steht

Kommt ein Käfer geflogen …

Der Zimmermannsbock gehört zu den nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten. Foto: © aktion tier-Ursula Bauer 
Vor unserer Geschäftsstelle im Kaiserdamm in Berlin ist heute ein ganz besonderer Käfer gelandet: Ein Zimmermannsbock (Acanthocinus aedilis) mit unglaublich langen Fühlern. Er gehört zur Familie der Bockkäfer, die typischerweise meist nach hinten gebogene Fühler besitzen, die häufig länger als ihr schlanker Körper sind. Weltweit gibt es über 25.000 Bockkäferarten, von denen etwa 200 Arten in Europa vorkommen.

Bei unserem Zimmermannsbock handelt es sich um ein Männchen. Seine Fühler sind fünfmal so lang wie sein etwa 2cm langer Körper. Man findet diese Käferart vor allem in Kiefernwäldern, da sich die erwachsenen Tiere von den Nadeln und der Rinde der Waldkiefer ernähren. Auch die Larven leben in der Rinde von toten oder umgefallenen Kiefern. 

Der Zimmermannsbock gehört zu den nach Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützten Arten. Wie dieser beeindruckende Käfer von unsere Geschäftsstelle gekommen ist, bleibt sein Geheimnis. Wir haben den hübschen Kerl vorsichtig in einen nahegelegenen Park mit Kiefernbestand gebracht, wo er in Sicherheit ist und Nahrung findet.