aktion tier beendet aus dem Ruder gelaufene Katzenhaltung bei Treffurt



Foto: © aktion tier e.V. / Bauer
Berlin / Meißen / Landkreis Eisenach, 17.12.2013. Gestern haben aktion tier- Mitarbeiter 13 Katzen in einem kleinen Ort in der Nähe der Thüringischen Stadt Treffurt eingefangen. Einer Rentnerin war nach dem Tod ihres Mannes die Kontrolle über ihre Katzenhaltung völlig entglitten. Was mit einigen Tieren begann endete mit fast 20 Katzen. „Die unkastrierten Tiere hatten sich regelmäßig vermehrt und wir vermuten, dass häufig auch Katzenbabys gestorben sind“, sagt Mario Assmann von aktion tier- Meißen. Denn die Betreuung der Tiere war schon länger nicht mehr optimal. Die Katzen wurden zwar ausreichend gefüttert aber eine tierärztliche Versorgung fand nicht statt. Flöhe und zum Teil massiver Ohrmilbenbefall sowie vereinzelte Augen- und Ohrenentzündungen waren die Folgen. Die Schuppen und ehemaligen Stallungen des Einfamilienhauses, in denen sich die Katzen vorrangig aufhielten, waren mit dem Kot der Tiere und Bergen von Abfall verunreinigt. „Derart schlechte hygienische Bedingungen sind ein Nährboden für Krankheiten“, weiß Tierärztin Birgit Hand von aktion tier- Meißen, die die 13 Katzen heute untersucht hat.

Wir haben gestern mehrere Lebendfallen den Verwandten der Rentnerin dagelassen, damit diese die übrigen Tiere auch noch einfangen und zu uns nach Meißen bringen können. Die Katzenhalterin hatte jahrelang Hilfe abgelehnt und auch niemanden mehr in ihr Haus gelassen. Nun bot ein Krankenhausaufenthalt der Frau die Chance, ein wenig Ordnung in das im Laufe der Jahre entstandene Chaos zu bringen. Um das Katzenproblem zu lösen hatten sich die besorgten Verwandten mehrfach an die örtlichen Behörden gewandt – leider ohne Erfolg. Erst aktion tier hat wieder einmal schnell und unbürokratisch geholfen. „Wir denken, dass sich ein Großteil der Katzen hier im Tierheim als zahm erweisen wird und daher nach der Genesung in gute Hände vermittelt werden kann“, so Mario Assmann von aktion tier abschließend.

Professionell gedrehtes Videomaterial kann bei TeleNewsNetwork unter 0341 / 140 51 91 erfragt werden.


Zu den Online-TV-Mitschnitten:
ARD Brisant
RTL 2 News (Startet bei 4:10 Min)

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Zeitungsbericht über Animal Hoarderin Marietta P.

Seit Jahren schon beschäftigt aktion tier die schreckliche Massentierhaltung der Marietta P., die kürzlich wegen Tierquälerei zu 1 Jahr Haft auf Bewährung verurteilt wurde.
Lest hier den interessanten Artikel mit viel Hintergrundinformation von der Journalistin Maria-Theresia Wagner in der Südthüringer Zeitung vom 25.11.2013.


www.aktiontier.org/uploadfiles/animal-hoarding-mariettaP.pdf

aktion tier- Meißen stoppt ungarische Welpenhändler


Foto: © aktion tier e.V.
Berlin, 25.11.2013. Am vergangenen Samstag haben Mitarbeiter von aktion tier- Meißen ungarischen Welpenhändlern einen Strich durch die Rechnung gemacht. An der Autobahnraststätte „Dresdner Tor“ wollten die beiden Männer 2 Vizsla-Welpen (Ungarische Vorstehhunde) verkaufen. Ein Fernsehsender hatte den Kauf eingefädelt und aktion tier- Meißen um fachkundigen Bestand gebeten. Weitere 2 Vizsla-Welpen sowie 2 kleine Französische Bulldoggen befanden sich im Kofferraum der Welpenhändler. Auch diese Tiere wollten die Männer bei ihrer Fahrt durch Deutschland für 380 – 500 Euro pro Welpe verkaufen.
„Vor Ort stellte sich dann heraus, dass die Hunde nicht das für den legalen Transport nach Deutschland erforderliche Alter aufwiesen“, erzählt Mario Assmann von aktion tier- Meißen. Europäische Impfausweise waren zwar vorhanden und die Tiere waren auch alle gechippt. Aber in den Ausweisen der 4 Vizsla-Welpen fehlten die für die Einfuhr nach Deutschland vorgeschriebene Tollwutimpfung. Die Pässe der Französischen Bulldoggen stammten merkwürdigerweise aus den Niederlanden, die tierärztlichen Einträge jedoch aus Ungarn. Diverse Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen also, die uns veranlassten, sofort die Polizei zu rufen. Diese nahm den Vorgang und die Personalien der Hundehändler auf. Wir konnten alle Welpen sicherstellen und in unser Tierheim nach Meißen bringen, wo sie in der Quarantänestation untergebracht wurden und tierärztlich versorgt werden. „Ihr Gesundheitszustand ist bedenklich, sie riechen unangenehm, haben Nasen- und Augenausfluss sowie Durchfall“, sagt Tierpflegerin Anne Pionke von aktion tier- Meißen.
Foto: © aktion tier e.V.

Foto: © aktion tier e.V.

Wie sich herausstellte stammen die Tiere von einer ungarischen Züchterin, die seit Jahren regelmäßig ihre Welpen über das Internetforum „Quoka“ anbietet. Hundefreunde bestellen die Welpen und man trifft sich dann zur Übergabe auf einer Deutschen Raststätte. „Was viele Menschen immer noch nicht wissen: häufig sind die Impfausweise gefälscht, die Tiere illegale nach Deutschland importiert und die meist viel zu jungen Welpen krank“, betont Mario Assmann von aktion tier- Meißen. Auch unsere ungarische Züchterin hatte erst vor kurzem eine kranke Vizsla-Hündin an ein Paar aus Dresden verkauft. Der Welpe war nach 2 Tage erkrankt und 5 Tage später in einer Tierklinik an Staupe und Parvovirose gestorben.
„Das lukrative Geschäft mit osteuropäischen Welpen blüht nach wie vor, da immer noch Menschen der Meinung sind, sich einen Hund wie ein Kleidungsstück im Internet bestellen zu müssen“, bedauert Mario Assmann. aktion tier rät daher dringend von dieser Art des Hundekaufs ab, dem viele Hundert Welpen jährlich zum Opfer fallen. Gehen Sie zu einem seriösen deutschen Züchter oder ins Tierheim. Dort warten viele gesunde Hunde auf ein liebevolles Zuhause.

 




Nach mir die Sinnflut! - Ein vorweihnachtlicher Blick auf die Krone der Schöpfung

Liebe Leser,
nachdem ich nun schon häufiger über das Thema Hund geschrieben habe, möchte ich heute einmal etwas über die grundsätzliche Einstellung des Menschen zu seiner Umwelt schreiben. 

Ich frage mich: Warum muss der Mensch schon fast zwanghaft alles besitzen, verändern oder kontrollieren wollen? Ist unsere Umwelt so schlimm oder hässlich, dass wir sie kaum ertragen können? - Da werden von uns Flüsse begradigt, Bäume abgeholzt, ganze Uferstücke einbetoniert, Tiere umgesiedelt oder auch nach völlig sinnfreien Vorgaben gezüchtet. Wie z.B. Wellensittiche. Die gibt es mittlerweile in blau, weiß oder gelb, weil die „Krone der Schöpfung“, die Menschen, das immer nur grüngelbe Gefieder, welches natürlich ist, langweilt? 

Oder warum den Wolf einfach Wolf sein lassen. Da wird über viele Jahre und Generationen fleißig Inzest betrieben, damit aus dem „ollen Wolf“ mal endlich „was vernünftiges“ wird. Ein Hund. Ein Hund, der sich dann dank unserer Einmischung nun an den unterschiedlichsten Krankheiten erfreuen darf.
Links "der olle Wolf", und rechts... "was Vernünftiges"?
Foto links: © Saskia Wend/pixelio.de
Foto rechts: © Andrea Brunner  / pixelio.de



Da wird den Schweinen so viel Fleisch angezüchtet, dass ihre Knochen es kaum tragen können und die Gelenke schmerzen. Nur damit wir noch mehr Lebensmittel wegwerfen können, als wir es ohnehin schon tun? Warum??? 
"Schwein gehabt"??? Allein in Deutschland werden jährlich ca. 11 Millionen Tonnen (Stand 2011) Lebensmittel weggeworfen! Ob das die rund 12 Millionen (Stand 2011) Mastschweine in Deutschland freut?
Foto links: © wobigrafie/pixelio.de
Foto rechts: ©Schnappschuss/pixelio.de


Viele sagen: weil wir das machen müssen. 


Schließlich könne sich die Natur doch an dem Menschen orientieren und nicht andersherum. Und wenn das nicht geht, helfen wir eben nach. Egal was daraus wird, egal wer am Ende für unsere Ignoranz und Arroganz den Preis bezahlen muss. Denn weit im Voraus denken, ist nicht so unsere Stärke. Aber nicht nur die Tierwelt bezahlt für unsere Ignoranz. Ein besonders „schönes“ Beispiel für unsere Gleichgültigkeit: die diesjährige Jahrhundertflut. Mittlerweile haben wir ja alle paar Jahre eine Jahrhundertflut. Warum? Weil die Natur uns nicht leiden kann? Oder vielleicht doch, weil wir Menschen nicht im Einklang mit ihr leben können? Nun, Letzteres wäre auch viel verlangt, schließlich können viele von uns ja nicht einmal mit dem eigenen Nachbarn in Einklang leben, wie soll das erst mit der Natur funktionieren. Jedenfalls baut da ein Bundesland seinen Hochwasserschutz so aus, dass das nächste bald komplett untergehen muss. Hatte aber beim Bau niemanden interessiert. Erst als allen das Wasser buchstäblich bis zum Hals stand, hat man mal kurz darüber gesprochen, dass man sich doch besser abstimmen müsste. Und genau so gehen wir auch mit allem anderen um. 
"Nach mir die Sinnflut!" Apropos "Sinn"...
Fotos: © Rainer Sturm/pixelio.de



Offensichtlich ist kaum jemand in der Lage abzuwägen, was langfristig Sinn macht und was nicht. 


Erst wenn es zu spät ist, kommt uns mal kurz ein Geistesblitz. Was aber nicht bedeutet, dass wir dann auch danach handeln. Aus irgendwelchen Gründen sind wir nicht mehr in der Lage, in Harmonie zu leben. Hunderttausende Stadtmenschen stopfen ihren Lebensraum mit Hunden und Katzen voll, können aber die Wildtiere, die dort schon länger als sie selbst leben, wie z.B. Tauben, nicht ertragen. Hingegen kommt so mancher Landmensch mit Wildtieren gut aus, steckt dafür aber Hunde in Zwinger und kastriert seine Katzen nicht. Wer von uns kennt denn noch den „richtigen Weg“? Den Weg, der uns alle zufrieden und glücklich macht. Die, die uns führen? Wenn ich mir Politiker ansehe, sehe ich oft Menschen, die nicht einmal für sich selbst das richtige Maß kennen. Ob im körperlichen Sinne oder auch, was ihren Geldbeutel betrifft. Wie soll ich darauf vertrauen, dass so jemand unsere Zukunft in Einklang bringen kann, wenn er sie ganz offensichtlich selbst nicht einmal versteht? Ich habe den Eindruck, der Mensch lebt nicht in der Realität sondern in einem Paralleluniversum. 



Vorbilder? - Na vielleicht irgendwo in einem Paralleluniversum...
Foto links: © Rainer Sturm/pixelio.de
Foto rechts: ©
Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de

Wir halten uns für so klug und überlegen; aber mir ist kein Lebewesen auf diesem Planeten bekannt, das so schnell den Ast absägt, auf dem es sitzt, wie der Mensch es tut! 


Deshalb nutzt doch auch ihr mal die Weihnachtszeit zum Umdenken. Es ist für die meisten die entspannteste Zeit im Jahr und an den Weihnachtstagen wird in der Regel auch harmonisch miteinander umgegangen. Und ein schöner Neujahrsvorsatz wäre doch: versucht diesen harmonischen Umgang doch mal das ganze Jahr und auch außerhalb der eigenen Familie, also mit der kompletten Umwelt, beizubehalten. Das macht das Leben so viel wertvoller. Warum sollten wir, die Krone der Schöpfung, das denn nicht können? Habt Respekt vor dem Leben, dem eigenen und denen der anderen. Nur so kann man Elend, Leid und Schmerz verhindern. In der Menschen- wie auch in der Tierwelt. 

Ich wünsche euch allen ein erkenntnisreiches und besinnliches Fest. 

Weihnachten... So wie immer.
Foto links: ©  Kurt F. Domnik  / pixelio.de
Foto rechts: © S. Hofschlaeger/pixelio.de





Das erste Tierschutzzimmer Deutschlands feiert Jubiläum!

Das erste Tierschutzzimmer Deutschlands wurde 2011 in Radeberg eröffnet. Nun feiert es zweijähriges Jubiläum. Bitte lesen Sie selbst!

Am 6. September 2011 hat aktion tier das erste Tierschutzzimmer Deutschlands im AWO- Kinderhort im sächsischen Radeberg eröffnet. Seither nutzen zahlreiche Hort-Kinder das "tierische" Bildungsangebot und gestalten vor allem am Nachmittag ihre Freizeit im Tierschutzzimmer. Nach zwei Jahren können wir stolz behaupten: Die Idee des Tierschutzzimmers wurde in Radeberg hervorragend angenommen und umgesetzt. Bitte lesen Sie für weitere Eindrücke auch den Zeitungsbericht - hierfür bitte einfach auf das Bild klicken! 


Das aktion tier Tierschutzzimmer in Radeberg wird gern genutzt.
© R. Kaiser
Weitere Infos rund um die aktion tier Tierschutzzimmer finden sie unter www.junior.aktiontier.org. Bewerben können Sie sich bei der Stiftung Menschen für Tiere:
www.stiftung-mft.de 

Animal Hoarderin aus Vitzeroda lebt in Hessen wieder mit mehreren Kasernen- Tieren unter einem Dach



Marietta P. scheint nichts gelernt zu haben: Nachdem aktion tier bereits 92 Hunde von ihr übernahm, hat sie nun wieder ein neues Domizil. 
Foto: © Anett Wundrack
Der kleine, idyllische Ort im Knüllgebirge bei Bad Hersfeld im Nordosten von Hessen ist ihr neues Domizil geworden. Marietta P. lebt hier in einem Bauernhaus zusammen mit ihrem neuen Lebensgefährten und den 2 Ziegen, 3 Ponys und 2 Pferden, die sie bereits auf dem Kasernengelände im Thüringischen Vitzeroda gehalten hat. Der 50-jährigen gelernten Versuchstierpflegerin wurde nach der Räumung der Kaserne und Beschlagnahmung von 125 Hunden, mehreren Katzen und 1 Stachelschwein am 10.11.2011 ein generelles Tierhalte- und Betreuungsverbot durch das Veterinäramt des Wartburgkreises auferlegt. Außerdem läuft gegen Marietta P. derzeit beim Amtsgericht Eisenach ein Strafverfahren wegen Tierquälerei.
Die 2 Ziegen, 3 Ponys und 2 Pferde musste die erwerbslose Animal Hoarderin nach der Räumung der Kaserne gemäß einer behördlichen Verordnung abgeben. Andernfalls drohte das Veterinäramt Wartburgkreis, auch diese Tiere zu beschlagnahmen. Offiziell erfolgte die Abgabe, nun hat Marietta P. diese Tiere jedoch wieder um sich versammelt. Gegenüber einer aktion tier- Mitarbeiterin behauptete sie, weder Tiere zu halten noch zu betreuen. Angeblich sind alle Tiere auf ihren neuen Lebensgefährten angemeldet. „Leider ist diese Methode bei Menschen mit Tierhalteverbot beliebt“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Offiziell gehören ihnen die Tiere nicht und es ist nur sehr schwer nachzuweisen, dass eine Betreuung stattfindet. aktion tier hat jedoch im Rahmen seiner Recherchen vor Ort mehrere Zeugen ausfindig gemacht, die Marietta P. beim Betreuen der Tiere gesehen haben und wird diesen Sachverhalt unverzüglich zur Anzeige bringen.

„Auch die aktuelle Tierhaltung ist Hessen ist unserer Meinung nach tierschutzwidrig“, sagt Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. Die Pferde, Ponys und Ziegen werden in einem Stall direkt am Haus gehalten. Als „Auslauf“ dient eine kleine, dem Stall vorgelagerte, gepflasterte Einfahrt, die unmittelbar an eine Straße angrenzt. Die Tiere haben keinen Zugang zu einer Weide.
aktion tier hatte am 10.11.2011 insgesamt 65 beschlagnahmte Hunde sowie 8 Katzen übernommen. „Wenn man wie ich bei der Beschlagnahmung der 125 Kasernenhunde dabei war, die Zustände im Gebäude hautnah erlebt und die viele kranken und traumatisierten Hunde teilweise über Jahre hinweg begleitet hat ist es sehr schwer mit anzusehen, dass Marietta P. wieder mit 7 Vitzeroda- Tieren unter einem Dach lebt“, sagt Diplom-Biologin Ursula Bauer. aktion tier hat die Aufnahme, Versorgung und Pflege der beschlagnahmten Hunde und Katzen im Tierheim in Meissen bis heute rund 120.000 Euro gekostet. 6 dieser Vitzeroda- Hunde sind aufgrund ihrer schweren Verhaltens- und Angststörungen immer noch nicht vermittelbar.
Schon seit Mitte der 90er-Jahre ist Marietta P. immer wieder durch ausufernde Tierhaltungen aufgefallen, die sie an häufig wechselnden Standorten vorrangig in Hessen und Thüringen betrieben hat. Es gab Probleme mit der Versorgung der vielen Tiere, die Gelände waren vermüllt, häufig gab es weder Strom noch Wasser. Auch auf dem Kasernengelände bei Vitzeroda, welches von 1998 bis zur Räumung im September 2011 von Frau P. als „Gnadenhof“ genutzt wurde, wuchs der Animal Hoarderin die Tierhaltung über den Kopf. Ende 2009 lebten rund 100 Hunde in dem maroden Gebäude. Im Rahmen einer freiwilligen Abgabe hatte aktion tier Anfang 2010 insgesamt 16 Kasernenhunde aufgenommen. Andere Vereine hatten weitere Hunde übernommen, so dass der Bestand gemäß den Angaben des Veterinäramtes Wartburgkreis auf ca. 60 Tiere reduziert wurde. Später war Marietta P. trotz mehrmaliger Angebote von aktion tier nicht mehr zur Abgabe von Hunden bereit. Trotz eines behördlichen Aufnahmestopps befanden sich am Tag der Beschlagnahmung dann jedoch wieder 125 Hunde in der Kaserne.

„Diesem Treiben muss endlich ein Ende gesetzt werden und wir hoffen, dass das nun zuständige Veterinäramt in Bad Hersfeld sowie der Richter im Amtsgericht von Eisenach sich des Ernstes der Lage bewusst sind und entsprechende Maßnahmen ergreifen um zu verhindern, dass Marietta P. in Zukunft erneut Tieren Schmerzen und Leiden zufügt“, so Ursula Bauer von aktion tier- Berlin abschließend.


Bereits mehrfach hatten wir über den Animal Hoarding Fall in Vitzeroda berichtet. Mehr Infos zum Thema Animal Hoarding und dem Fall Vitzeroda finden Sie hier: http://www.aktiontier.org/index.php?m=8&sub=963&id=714&



Tierschutzzimmer Radeberg hat 2-jähriges Jubiläum gefeiert



Die Schüler und Lehrer des Tierschutzzimmers in Radeberg blicken auf zwei Jahre spannenden Tierschutzunterricht zurück!
Foto: © R. Kaiser

Gestern wurde im Tierschutzzimmer im AWO-Hort in Radeberg gefeiert. Anlass war das nunmehr 2- jährige Bestehen unseres ersten Tier- und Naturschutzzimmers. Im September 2011 öffnete es seine Pforten und ist seither sehr erfolgreich in Betrieb.

aktion tier hat schon vor vielen Jahren erkannt, dass Stadtkinder heutzutage einen teilweise erschreckend geringen Bezug zu Tieren haben. Diesem Negativtrend sind wir kontinuierlich mit Tierschutzferien und Tierschutzunterricht an Schulen entgegen getreten, wollten jedoch noch effektiver die Kinder und Jugendlichen erreichen. Und so entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Menschen für Tiere die Idee, Tier- und Naturschutzzimmer in Bildungseinrichtungen wie Schulen, Horten und Kitas zu installieren, in denen sich Kinder ohne Notendruck über Themen wie artgerechte Haustierhaltung, Wildtiere in freier Natur oder die Herkunft von tierischen Lebensmitteln informieren können.

Gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) wurde dann im sächsischen Radeberg als bundesweit einzigartiges Pilotprojekt das erste Tier- und Naturschutzzimmer eröffnet. Wir haben dieses Zimmer mit Fernseher, DVD-Player, Lupen, Experimentierkästen sowie mit vielen Büchern und DVDs zum Thema Tierschutz ausgestattet. Seither wird dieses Zimmer gerne und oft von den rund 180 Kinder des AWO-Hortes als Begegnungs- und Informationsstätte genutzt. Betreut und unterwiesen vom pädagogischen Personal der AWO wird ihnen hier spielerisch und informativ der richtige Umgang mit Natur und Tieren vermittelt.

Inzwischen können wir auf derzeit insgesamt 17 Tier- und Naturschutzzimmer stolz sein, die Hunderten von Schulkindern den Zugang zu tierschutzrelevanten Themen ermöglichen.

Wollt ihr auch ein Tierschutzzimmer in eurer Schule?

Schaut doch mal hier: http://stiftung-mft.de/tierschutzzimmer.html