Silvesterknallerei versetzt Haustiere in Angst und Schrecken

Foto: Gemeinsam ins neue Jahr. © aktion tier e.V.
Während sich viele Menschen auf Silvester freuen und schon Tage vorher begeistert Böller und Raketen anzünden, sind unsere Haustiere zunehmend gestresst und nervös. Hunde und Katzen zeigen ihre Angst vor allem durch extreme Anhänglichkeit, Zittern, Desinteresse am Futter, hektisches Herumlaufen und Verkriechen unter Möbelstücken.... Hunde weigern sich auf der Gassirunde plötzlich, weiterzulaufen, legen sich auf den Boden oder versuchen wegzurennen. Um zu verhindern, dass der Vierbeiner in Panik davonstürmt, sollte er in der Silvesterzeit daher besser angeleint spazieren geführt werden.

Bevor der Trubel richtig losgeht, bringt man am besten alle Tiere, auch die Freigängerkatzen, ins Haus und schließt Fenster und Türen. Zugezogene Vorhänge und heruntergelassene Rollläden bieten zusätzlichen Schutz. Hunde und Katzen sollten sich in ein ruhiges Zimmer zurückziehen können. Die Käfige von Vögeln und Kleintieren wie Kaninchen und Meerschweinchen kann man mit einem Tuch abdecken. Dunkelheit wirkt auf diese Tiere beruhigend. Ein eingeschalteter Fernseher und ruhige Musik lenken ab und entspannen.

Wichtig ist außerdem, die Haustiere nicht alleinzulassen. Die Anwesenheit der Bezugsperson gibt Tieren das Gefühl der Geborgenheit. Wenn Hunde und Katzen trotzdem nervös herumschleichen oder sich in den Ecken verkriechen, sollte man sich möglichst normal und unbeschwert verhalten. Das gibt den Tieren mehr Sicherheit, als wenn man sich ihnen betont mitleidend zuwendet. Auf keinen Fall sollte man schimpfen oder die Tiere bestrafen, da dies nur den Stress unnötig verstärkt.

"Beziehungsdrama Neu-Lübbenau: aktion tier übernimmt 47 Kaninchen“




Foto: © aktion tier, Ursula Bauer


























Auf dem kleinen Pferdehof in Neu- Lübbenau im Spreewald lebte ein Paar mit einigen Katzen,
Hunden und Pferden sowie 60 Kaninchen. Am 4. Dezember ereignete sich dort ein Drama: der Exfreund verletzte die Besitzerin des Anwesens schwer und tötete deren neuen Partner. Nun soll der Hof verkauft und alle Tiere abgegeben werden. Wegen der Kaninchen, für die es bislang keine Lösung gab, hatte man sich hilfesuchend an aktion tier- Zossen gewandt.
Nachdem der Tatort von der Polizei fr...eigegeben wurde, haben wir uns heute auf den Weg nach Neu- Lübbenau gemacht. Die Kaninchen waren in einem großen, separaten Holzschuppen untergebracht, wo sie sich frei bewegen konnten. Inzwischen waren einige Tiere vermittelt worden, die verbliebenen 47 Kaninchen wurden von uns eingefangen. Die vorgefundene Gruppenhaltung ist grundsätzlich gut, allerdings waren es für den zur Verfügung stehenden Raum viel zu viele Tiere. Schon beim Einfangen stellten wir fest, dass ein Teil der Kaninchen Bissverletzungen und Anzeichen von Erkältung aufwies. In der Gruppe waren außerdem Tiere mit entzündeten und verklebten Augen sowie ein sehr krankes Kaninchen, welches sich kaum noch bewegen konnte.
Die 47 Kaninchen wurden auf die aktion tier- Tierheime in Zossen und Meissen verteilt, wo sie erst einmal in Quarantänebereichen untergebracht und tierärztlich versorgt werden.
Wir helfen in derartigen Notfällen gerne, möchten allerdings noch einmal darauf hinweise, dass ausufernde Tierhaltungen wie diese immer potentiell problematisch sind. Hier zeigt sich wieder einmal, wie gefährlich es ist, abnorm viele Tiere zu halten. Treten unvorhergesehene Ereignisse ein, sind nicht nur die betroffenen Menschen, sondern auch die Tiere die Leidtragenden. Zwei oder vier Kaninchen in gute Hände zu vermitteln, ist in der Regel kein Problem und kann auch von Angehörigen bewerkstelligt werden. Die plötzliche Versorgung und Unterbringung von 60 Kaninchen kann in der Regel jedoch nicht geleistet werden, so dass am Ende Tierschutzvereine einspringen müssen. Nur aufgrund der Tatsache, dass unsere Projekte gut vernetzt sind und eine intensive Zusammenarbeit besteht, sind wir in der glücklichen Lage, auch umfangreichere Tierrettungsaktionen wie diese durchzuführen.

Beziehungsdrama Neu-Lübbenau: aktion tier übernimmt 47 Kaninchen

Foto: ©Ursula Bauer
 
Auf dem kleinen Pferdehof in Neu- Lübbenau im Spreewald lebte ein Paar mit einigen Katzen,
Hunden und Pferden sowie 60 Kaninchen. Am 4. Dezember ereignete sich dort ein Drama: der Exfreund verletzte die Besitzerin des Anwesens schwer und tötete deren neuen Partner. Nun soll der Hof verkauft und alle Tiere abgegeben werden. Wegen der Kaninchen, für die es bislang keine Lösung gab, hatte man sich hilfesuchend an aktion tier- Zossen gewandt.
Nachdem der Tatort von der Polizei fr...eigegeben wurde, haben wir uns heute auf den Weg nach Neu- Lübbenau gemacht. Die Kaninchen waren in einem großen, separaten Holzschuppen untergebracht, wo sie sich frei bewegen konnten. Inzwischen waren einige Tiere vermittelt worden, die verbliebenen 47 Kaninchen wurden von uns eingefangen. Die vorgefundene Gruppenhaltung ist grundsätzlich gut, allerdings waren es für den zur Verfügung stehenden Raum viel zu viele Tiere. Schon beim Einfangen stellten wir fest, dass ein Teil der Kaninchen Bissverletzungen und Anzeichen von Erkältung aufwies. In der Gruppe waren außerdem Tiere mit entzündeten und verklebten Augen sowie ein sehr krankes Kaninchen, welches sich kaum noch bewegen konnte.
Die 47 Kaninchen wurden auf die aktion tier- Tierheime in Zossen und Meissen verteilt, wo sie erst einmal in Quarantänebereichen untergebracht und tierärztlich versorgt werden.
Wir helfen in derartigen Notfällen gerne, möchten allerdings noch einmal darauf hinweise, dass ausufernde Tierhaltungen wie diese immer potentiell problematisch sind. Hier zeigt sich wieder einmal, wie gefährlich es ist, abnorm viele Tiere zu halten. Treten unvorhergesehene Ereignisse ein, sind nicht nur die betroffenen Menschen, sondern auch die Tiere die Leidtragenden. Zwei oder vier Kaninchen in gute Hände zu vermitteln, ist in der Regel kein Problem und kann auch von Angehörigen bewerkstelligt werden. Die plötzliche Versorgung und Unterbringung von 60 Kaninchen kann in der Regel jedoch nicht geleistet werden, so dass am Ende Tierschutzvereine einspringen müssen. Nur aufgrund der Tatsache, dass unsere Projekte gut vernetzt sind und eine intensive Zusammenarbeit besteht, sind wir in der glücklichen Lage, auch umfangreichere Tierrettungsaktionen wie diese durchzuführen.

Trockene Heizungsluft schadet Haustieren

Foto: ©Ursula Bauer
 
Im Winter werden in den Wohnungen häufig die Heizungen hochgedreht, damit es schön kuschelig ist. Tierhalter müssen hier bedenken, dass die warme Luft die Schleimhäute austrocknet. Nicht nur bei Menschen, sondern auch bei unseren Haustieren. In der Folge kann das bei Hunden, Katzen und Kleintieren zu Bindehautentzündungen, Atembeschwerden und im schlimmsten Fall zu einer Luftröhrenentzündung führen.
Gegen trockene Heizungsluf...t hilft das Verdunsten von Wasser zum Beispiel durch das Aufstellen von flachen Wasserschalen, das Aufhängen von feuchter Wäsche oder das Anbringen von Verdunstern an den Heizkörpern. Auch regelmäßiges, kurzes Stoßlüften führt zu einer Erhöhung der Luftfeuchtigkeit in der Wohnung.

Haustiere nur unter Aufsicht ins Weihnachtszimmer lassen

Foto: © Ursula Bauer


Ein geschmückter Baum, stimmungsvolle Dekoration, Kerzen und Naschereien gehören auch für die meisten Tierbesitzer zum Fest dazu. Unsere weihnachtlichen Wohnungen können jedo...ch für Haustiere gefährlich werden. So enthalten beispielsweise Tannennadeln ätherische Öle, die Leber und Nieren unserer Haustiere schädigen können, wenn diese daran herumknabbern.

Außerdem verleiten die zur Weihnachtszeit mit Leckereien wie Schokolade, Plätzchen, Nüssen und Mandarinen gefüllten Teller und Schalen nicht nur uns Menschen zum Naschen. Alles, was Zucker enthält, ist für Hund, Katze & CO gefährlich und kann starkes Erbrechen, Krämpfe und Durchfall verursachen.

Grundsätzlich kann alles Zernag- und Fressbare für Tiere tödliche Folgen haben. Durch im Ganzen geschluckte Kleinteile wie Teelichter, Dekoartikel oder Geschenkbänder kann es zu Magen- oder Darmverschlüssen, einer Blockade der Atemwege oder einem perforierter Darm kommen. Aber auch Gegenstände, die zum Herunterschlucken zu groß, zum Beknabbern aber hervorragend geeignet sind, sollten sich außerhalb der Reichweite unserer Haustiere befinden. Vor allem Weihnachtsdekoration aus Metall und Plastik enthält für Tiere giftige Substanzen.

Vögel sollte man auf keinen Fall in der Nähe des Weihnachtsbaumes frei fliegen lassen. Sie können sich das Gefieder mit dem Harz des Baumes verkleben. In Girlanden und Lametta können sich Vögel verfangen oder sich Gliedmaßen abschnüren und das Anknabbern von Glitzerkugeln kann zu tödlichen Vergiftungen führen. Brennende Kerzen sind besonders gefährlich, da das Gefieder bei Berührung schnell Feuer fängt.

Am besten schmücken Haustierbesitzer zu Weihnachten nur einen ausgewählten Raum, anstatt überall in der Wohnung Dekoration, Kerzen und Gestecke zu verteilen. Dieses Weihnachtszimmer ist dann entweder für Tiere tabu oder darf nur unter Aufsicht betreten werden. So kann man sicher sein, Weihnachten gemütlich zu Hause und nicht in der Notaufnahme der Tierklinik zu verbringen.

Mach´ die Mücke, Moskito!

Foto: © Frank Hollenbach/pixelio.de
Wer kennt das nicht: Es ist Sommer, die Nächte sind warm, man könnte stundenlang draußen sitzen und die Abendluft genießen – wären da nicht diese zahllosen Mücken, die uns erbarmungslos zu Leibe rücken und selbst überzeugte Tierschützer zu Mördern werden lassen. 

Mal wieder die Frauen …

Es ist unglaublich aber wahr – nur die weiblichen Mücken stechen und saugen Blut. Männliche Mücken besitzen keinen Stechrüssel und ernähren sich von Nektar und Pflanzensaft. Die Weibchen benötigen jedoch die energiereichen Eiweiße (Proteine) aus dem Blut von Säugetieren und Vögeln für die Bildung und Ablage ihrer Eier – also Blut für die Brut!

Wieso gerade ich? 

Licht ausschalten und ruhig verhalten nützt gar nichts, denn Mücken reagieren vorrangig auf Gerüche. Sind sie erst einmal von unserem ausgeatmeten Kohlendioxid (CO2) angelockt entscheiden Stechmücken, wen sie letztendlich „anbohren“ vorrangig anhand der individuellen Körperwärme und des Geruchs. Was uns auf Distanz zum Nachbarn gehen lässt finden Mücken anziehend. Zum Beispiel Käsefüße und starken Schweißgeruch. Wer viel von dem körpereigenen Botenstoff 4-Methyl-Phenol mit seinem Schweiß absondert hat besonders Pech, den dieser Stoff zieht erwiesenermaßen Mücken magisch an. Dagegen ist die Geschichte vom „süßen Blut“ kompletter Nonsens.

Na dann Prost...
Ilustration: Sigrid Roßmann/pixelio.de

Nach dem Anstich spritzt die Mücke ein gerinnungshemmendes Speichelsekret in die Haut, denn sie muss das Blut ja durch ihren kleinen Rüssel ansaugen können. Während sie genüsslich trinkt produziert unser Körper als Antwort auf dieses Sekret das Gewebshormon Histamin, welches innerhalb weniger Minuten eine allergische Reaktion mit Schwellung, Rötung und Juckreiz verursacht.

Was hilft? 

Unsere erste Reaktion auf einen Mückenstich: Wir kratzen. Was anfangs scheinbar lindernd wirkt, verstärkt jedoch die allergische Reaktion und kann durch das Einbringen von Schmutz in die Wunde zu Infektionen führen. Außerdem sieht eine blutig gekratzte Wade nicht schön aus. Also besser Zusammenreißen und gleich ein Gel mit Antihistaminika (gibt´s in der Apotheke) auf den Stich auftragen. Kälte (z.B. Eiswürfel, kaltes Wasser) tut gut und hilft, da sich hierdurch die Blutgefäße verengen und die Leitungsfähigkeit der Nerven gehemmt wird. Auch eine angeschnittene Zwiebel, Zitronensaft oder einfach unsere Spucke sollen die Entzündungsreaktion mindern. 

Wie komme ich ungeschoren davon?

  • Helle, lockere Kleidung tragen! Mücken lassen sich Studien zufolge lieber auf dunklen Flächen nieder. Polyesterstoffe finde die kleinen Plagegeister übrigens nicht so anziehend wie Baumwolle… Synthetische Kleidung hat allerdings auch Nachteile – zum Bespiel saugt sie den Schweiß nicht auf.
  • Diverse chemische Mittel können Mücken für eine Weile fernhalten – können aber ihrerseits allergische Reaktionen auslösen.
  • Moskito-Netze aufspannen, und die Mücken müssen draußen bleiben!
  • Leider macht Regen Mücken nichts aus. Nebel schon, da er ihr Orientierungssystem lahm legt. Also auf Nebel warten :-) 

Video: Stockente brütet auf Kopfweide


Am Wochenende war unsere Biologin Ursula Bauer wandern und hat an einem kleinen Fluss eine Stockente entdeckt, die im Kopf einer Weide ihr Nest gebaut hat. Das brütende Stockentenweibchen blieb ganz still auf den Eiern sitzen und ließ sich filmen. Diese Wasservögel legen einmal im Jahr 7 bis 16 Eier. Nach einer Brutzeit von etwa 28 Tagen schlüpfen die Küken. Als Nestflüchter sind die Kleinen weit entwickelt, haben ein duftiges Federkleid und können schwimmen. Sie verlassen, den Lockrufen ihrer Mutter folgend, das Nest bereits wenige Stunden nach dem Schlüpfen. Enten brauchen Wasser – daher führt die Entenmutter ihren Nachwuchs so schnell wie möglich an den nächstgelegenen See, Teich oder Bach, wo sie mit ihnen auf der Suche nach Nahrung umherschwimmt und sie weiter behütet und beschützt.

In diesem Falle wird es für die kleinen Entenküken leicht werden – sie müssen nur von der Weide herunterhüpfen und landen sanft im Wasser.

Viel Spaß beim Anschauen unseres Kurzvideos.



Perserkatzen- Züchter wegen Qualzucht angezeigt

Perserkatzen-Qualzucht
Foto: © aktion tier, Ursula Bauer

Vor einigen Tagen hat ein Katzenzüchter in unserem Tierheim in Meißen einen jungen Perserkater abgegeben. Das etwa 6 Monate alte Tier ist ungewöhnlich klein (1 kg), hat permanent tränende Augen und große Probleme beim Kotabsetzen. Bevor er ihn einschläfern lässt, wollte der Züchter den Perser lieber im Tierheim unterbringen. Inzwischen hat unsere Tierärztin den Anus des Katers operativ vergrößert und den Kleinen intensiv betreut. Ob sich sein Gesundheitszustand bessert, bleibt jedoch abzuwarten.

Wir haben es hier mit einem besonders drastischen Fall von Qualzucht zu tun. Unser Perserkätzchen Idefix gehört zum sogenannten US-Perserkatzentyp mit sehr kurzer Nase, rundem Kurzkopf (Brachyzephalie), eingedrücktem Gesicht, kleinen Ohren und kurzen, stämmigen Beinen. Diese Peke-Face- oder auch Pekinesengesicht-Züchtungen haben massive gesundheitliche Probleme wie Schwergeburten, hohe Totgeburtenrate, Verengung der oberen Atemwege und des Tränenkanals, Einwärtsdrehen des Augenlidrandes sowie Vorbiss, Überbiss und Schiefbiss, was unter anderem die Nahrungsaufnahme extrem erschweren kann.

Gemäß § 11b Tierschutzgesetz (Qualzuchtparagraph) ist es verboten, Wirbeltiere zu züchten, wenn damit gerechnet werden muss, dass bei der Nachzucht Körperteile oder Organe für den artgemäßen Gebrauch fehlen oder untauglich oder umgestaltet sind und hierdurch Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten. Im Gutachten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (BMELF) vom Juni 1999 zur Auslegung des Qualzuchtparagraphen werden konkrete Qualzuchtformen benannt. Es geht klar hervor, dass extrem kurznasige Perserkatzen mit dem sogenannten Kurzkopf (Brachycephalie), bei denen der obere Rand des Nasenspiegels über dem unteren Augenlidrand liegt, den Tatbestand der Qualzucht gemäß § 11b Tierschutzgesetz erfüllen. Den zuständigen Behörden wird empfohlen, diese Tiere von Ausstellungen auszuschließen und ihre Zucht zu verbieten. Wir werden den Züchter anzeigen und hoffen, dass dessen Zucht auf der Grundlage des Qualzuchtgutachtens verboten wird. Und natürlich hoffen wir, dass unser kleiner Idefix trotz seiner lebenslangen körperlichen Probleme durchkommt.

Unser Eichhörnchenseil ist installiert

Es ist geschafft! Wir haben das 40mm starke, hanffarbene Eichhörnchenseil über den Müggelseedamm gespannt. Mit Hilfe einer vom Grünflächenamt zur Verfügung gestellten Hebebühne hat unser Seilexperte Alex Geist das 21m lange Tau an den Zielbäumen angebracht. Die beiden Mitarbeiter vom Grünflächenamt haben eifrig mitgeholfen und waren von der Idee ganz begeistert. Das Medieninteresse war überwältigend und jeder wollte einmal mit der Hebebühne nach oben fahren. Unser Fotograf hat sich bei dieser Gelegenheit den Spaß gemacht, ein Plüschhörnchen auf das gespannte Seil zu setzen. Auch die beiden Futterautomaten sind nun an den Zielbäumen angebracht und wir hoffen, dass das Seil von den Hörnchen schnell entdeckt und benutzt wird. Durch das aktion tier- Eichhörnchenseil haben die niedlichen Nager nun eine ihrem arttypischen Verhalten entsprechende „Brücke“, die in Zukunft weitere Verkehrsopfer zumindest an dieser Stelle verhindern wird. Wir freuen uns schon darauf, in einigen Wochen unsere Videokamera zu installieren. Dann können wir Euch schöne bewegte Bilder von Eichhörchen zeigen, die über unser Seil flitzen.



Mehr Infos zu unserem Eichhörnchenseil gibt´s auf
http://www.aktiontier.org/index.php?m=8&admin=free&id=136&sub=1010&




Plüschhörnchen auf dem gespannten Seil © aktion tier


 Infotafel am Müggelseedamm © aktion tier, Ursula Bauer






Unser Experte Alex Geist hat das Seil doppelt abgesichert © aktion tier



Blick von oben auf den zweiten Seilbaum © aktion tier



Das gespannte Seil © aktion tier
Mario Assmann und Ursula Bauer von aktion tier mit dem Seil © aktion tier



Ursula Bauer beim Anbringen einer Infotafel © aktion tier

Am kommenden Freitag werden wir unser Eichhörnchenseil errichten

Müggelseedamm mit Eichhörnchenseil © aktion tier, Ursula Bauer


Auf der Fotomonage seht Ihr den Müggelseedamm und wie das Hörnchenseil dann in etwa angebracht wird. Ursula Bauer war gerade zusammen mit unserem Seilexperten Alex Geist vor Ort. Alex ist in beide Zielbäume geklettert, hat alles vermessen und vorbereitet. Das Seil wird in einer Höhe von etwa 9m an den Bäumen befestigt und hat eine Länge von ca. 21 Meter. Am Freitag, den 07. März, werden wir dann zum Anbringen eine Hebebühne benutzen.

Wie das Eichhörnchenseil bei den Berliner Hörnchen ankommt, werden wir mit Hilfe einer Videokamera dokumentieren, die wir nach der Errichtung anbringen werden.
Wir sind alle schon ganz aufgeregt und freuen uns auf Freitag!

Beim Klettern ist Sichern wichtig  © aktion tier, Ursula Bauer
In der Astgabel über Alex Geist soll das Ende des Eichhörnchenseils befestigt werden © aktion tier, Ursula Bauer


Eichhörnchennester in Balkonkästen - Vorsicht beim Frühjahrsputz!



Foto: © aktion tier e.V.

Der Winter ist vorbei. Viele Menschen freuen sich jetzt darauf, ihren Balkon neu zu gestalten. Tannenzweige will niemand mehr sehen und die alten Pflanzen in den Kästen werden bald durch Frühlingsblüher ersetzt. „Beim Frühjahrsputz auf dem Balkon sollte man jedoch sehr vorsichtig vorgehen, denn manche Eichhörnchen haben die ruhige Winterzeit dazu genutzt, vor allem in mit Zweigen bestückten Kästen Nester zu bauen, um dort ihre Jungen aufzuziehen“, weiß Tanya Lenn vom aktion tier- Projektpartner Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg.
Bei den Abräumarbeiten können leicht die Nester zerstört und im schlimmsten Fall sogar die Eichhörnchenbabys verletzt werden. Daher die dringende Bitte: Gehen Sie behutsam vor. Nehmen Sie vorsichtig einzelne Äste oder Teile von alten Pflanzen aus den Balkonkästen und erschrecken Sie nicht, wenn Sie Eichhörnchenjunge entdecken. Sollte dies der Fall sein, decken Sie das Nest wieder mit dem Nistmaterial ab und bewahren Sie Ruhe. „Wenn die Menschen den Balkon verlassen haben, wird die Eichhörnchenmutter wieder auftauchen und dann entscheiden, ob sie das Nest wieder richtet und die Jungen noch eine Weile auf dem Balkon aufzieht oder ihre Kinder eins nach dem anderen in ein neues Nest trägt“, sagt Tanya Lenn von der Eichhörnchen-Hilfe Berlin/Brandenburg.

Behält die Eichhörnchenmutter den Standort bei, muss man nur ein wenig Geduld haben. Das Geburtsnest wird in der Regel nach sechs Wochen sowieso verlassen. Danach kann der Balkon dann schön bepflanzt werden.


Habt ihr Fragen? 
Dann richtet diese gern an: 

Diplom-Biologin Ursula Bauer
aktion tier - Geschäftsstelle Berlin
Tel.: 030-30103831

oder

Tanya Lenn,
Eichhörnchen-Hilfe Berlin-Brandenburg e.V.
Tel.: 0172-3553314

Mehr Infos rund um unseren Kooperationspartner Eichhörnchen-Hilfe Berlin-Brandenburg e.V. erfahrt ihr auf deren Homepage: www.eichhoernchenhilfe-berlin.de