aktion tier startet große Aufklärungskampagne „Unschuldig hinter Gittern: Kaninchen in der Intensivmast“

Berlin / Köln 25.03.2011. Heute hat aktion tier seine große Aufklärungs-kampagne „Unschuldig hinter Gittern: Kaninchen in der Intensivmast“ vor dem Haupteingang des Kölner Doms gestartet. „Wir hatten eine mannshohe Box mit dem Foto einer Kaninchenmast aufgestellt, die mit Sehschlitzen versehen war“, erzählt Ursula Bauer von aktion tier. Viele Menschen wagten den Blick hinter die Kulissen und sahen sich den Videoclip über das Leiden der Kaninchen an, der in Innern der Box lief. Auch der Originalkäfig aus einer Kaninchenmastanlage erweckte großes Interesse. Die 5 kleinen Bewohner waren zwar nur aus Plüsch, verdeutlichten aber trotzdem sehr gut die bedrückende Enge und Monotonie des Käfigs. Natürlich war auch das lebensgroße Pinguin-Maskottchen von aktion tier dabei und verteilte eifrig die Kampagnenflyer.

Hintergrund der Kampagne: in Deutschland werden jährlich etwa 41.000 Tonnen Kaninchenfleisch verzehrt, welches zum Großteil aus nicht tiergerechten Haltungen stammt. 4 Millionen Schlachtkaninchen kommen allein aus hiesigen Intensivmastbetrieben. In den geschlossenen Stallkomplexen leben im Schnitt über 100 Zuchthäsinnen und mehrere tausend Mastkaninchen, eingesperrt in kleine Drahtgitterkäfige. Jedem Tier steht etwa die Größe eines DIN-A-4- Blatts an Lebensraum zu Verfügung. Hoppelsprünge oder ein Aufrichten auf die Hinterläufe ist in der drangvollen Enge meist nicht möglich. Die einstreulosen Käfige bieten keinerlei Versteck- oder Beschäftigungsmöglichkeiten. Verdammt zu einem bewegungs- und reizarmen Leben leiden viele Kaninchen an Krankheiten und Verhaltensstörungen. Die Käfigböden sind perforiert, schneiden tief in die weichen Läufe der Kaninchen. Unter den Käfigen türmen sich stinkend die Fäkalien. Ammoniakdämpfe und krankheitserregende Keime führen zu Augen- und Atemwegserkrankungen. „Unser Ziel ist die Abschaffung der Käfighaltung und die Einführung einer verbindlichen gesetzlichen Haltungsverordnung für Mast- und Zuchtkaninchen, die es bislang in Deutschland noch nicht gibt“, sagt Ursula Bauer von aktion tier Berlin. Für diese Ziele kämpft aktion tier schon seit mehreren Jahren im Tierschutzbündnis „Kaninchenmast – Nein danke“ Seite an Seite mit zahlreichen anderen Tierschutzvereinen.

Mit der aktuellen Kampagne "Unschuldig hinter Gittern: Kaninchen in der Intensivmast" möchte aktion tier primär die Menschen über das Leben und Leiden der Kaninchen in der Intensivmast aufklären und sie somit zum tierschutzbewußten Konsum führen. „Der Kampagnenstart war sehr vielversprechend“, freut sich Ursula Bauer von aktion tier- Berlin. „Kaninchen sind echte Sympathieträger und viele Menschen waren geschockt von unseren Bildern aus den Intenivmastbetrieben“, so die Biologin weiter. aktion tier hofft, dass die Konsumenten aufgrund der Kampagnenarbeit entweder ganz auf Kaninchenfleisch verzichten oder zumindest zu Biofleisch greifen. Unter www.aktiontier.org können Interessierte das Kampagnenvideo einsehen sowie den Kampagnenflyer herunterladen. Weitere Informationen zum Tierschutzbündnis „Kaninchenmast- nein danke“ erhalten Sie unter http://www.kaninchenmast.info/

aktion tier – menschen für tiere e.V. ist deutschlandweit eine der mitgliederstärksten Tierschutzorganisationen. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Bevölkerung durch Kampagnen und Informationsveranstaltungen auf Missstände im Tierschutz aufmerksam zu machen und Lösungen aufzuzeigen, wie diesen nachhaltig begegnet werden kann.

aktion tier- Vortragsreihe „Straßenkatzen in Deutschland - Ursachen, Problematik und Hilfe“

Presseberichte:


Bild Berlin, 11.02.2011



Abendzeitung, 07.02.2011


tz München, 04.02.2011







aktion tier- Vortragsreihe: „Straßenkatzen in Deutschland - Ursachen, Problematik und Hilfe“

In dieser Woche führt aktion tier in 5 Städten 5 Informationsveranstaltungen zum Thema Straßenkatzen durch.

Als Straßen- oder Streunerkatzen werden ehemalige Hauskatzen und ihre Nachkommen bezeichnet, die herrenlos und weitestgehend auf sich allein gestellt überall in Deutschland leben. Der etwa 1-stündige Vortrag, welcher von einer Powerpoint-Präsentation mit zahlreichen aussagekräftigen Fotos begleitet wird, gibt einen guten Einblick in das harte Leben dieser Tiere, in die Problematik der unkontrollierten Vermehrung und die Hilfsmaßnahmen, die aktion tier im Rahmen seines Straßenkatzen-Projekts KITTY bundesweit leistet.

Außerdem wird über die behördlich angeordnete Kastrationspflicht von Privatkatzen mit Freigang, welche sich als effektive Maßnahme zur Reduzierung der Straßenkatzen-Bestände erwiesen hat, gesprochen. Denn unkastrierte Privatkatzen mit Freigang tragen maßgeblich zur Vermehrung der Straßenkatzen-Populationen bei. Benannt nach der ersten Stadt in Deutschland, in welcher diese Kastrationspflicht durch intensives Mitwirken von aktion tier eingeführt wurde, hat das „Paderborner Modell“ inzwischen auch in anderen Städten Wirkung gezeigt. Die 3 aktion tier Referentinnen sind langjährige Mitarbeiterinnen des Vereins und echte Straßenkatzen- Experten, die am Aufbau des Projektes KITTY beteiligt waren, die Strukturen genau kennen und natürlich auch schon selbst jede Menge Straßenkatzen in Lebendfallen eingefangen haben. Im Anschluss an den Vortrag beantworten Ihnen die Referentinnen gerne alle Fragen.

München
Datum: Montag, 07. Februar 2011
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Gasthof „Maxhof“, Mühlthaler Str. 91, 81475 München
Eintritt: frei
Referentin: Judith Brettmeister (Mitarbeiterin von aktion tier- München)
Tel.: 08141 – 3152747 oder mobil: 01577 – 4740316 (judith.brettmeister@aktiontier.org)

Berlin
Datum: Dienstag, 08. Februar 2011
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: Hotel & Pension „Belle Etage am Lietzensee“, Lietzenseeufer 10,
14057 Berlin
Eintritt: 3 Euro
Referentin: Ursula Bauer
(Diplom-Biologin, Mitarbeiterin von aktion tier- Berlin)
Tel.: 030 / 30 10 38 31, (berlin@aktiontier.org)

Gevelsberg-Silschede
Datum: Mittwoch, 09. Februar 2011
Uhrzeit: 18.00 Uhr
Ort: AWO Wohnhaus (2. Haus)
Am Brandteich 12, 58285 Gevelsberg-Silschede
Eintritt: frei
Referentin: Susan Smith (Mitarbeiterin von aktion tier- NRW)
Tel.: 0178 / 2375424, (susansmith@arcor.de)

Langenhagen / Hannover
Datum: Donnerstag, 10. Februar 2011
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Tierheim Hannover, Evershorster Straße 80, 30855 Langenhagen
Eintritt: frei
Referentin: Ursula Bauer
(Diplom-Biologin, Mitarbeiterin von aktion tier- Berlin)
Tel.: 030 / 30 10 38 31, (berlin@aktiontier.org)

Düsseldorf
Datum: Freitag, 11. Februar 2011
Uhrzeit: 20.45 Uhr
Ort: LESIA, Tierärztliche Klinik für Kleintiere
Adlerstraße 63, 40211 Düsseldorf
Eintritt: frei
Anmeldung: bitte unter Telefon 0211/322777-0 oder
per E-Mail: mail(at)lesia.de
Referentin: Ursula Bauer
(Diplom-Biologin, Mitarbeiterin von aktion tier- Berlin)
Tel.: 030 / 30 10 38 31, (berlin@aktiontier.org)