5700 Unterschriften an Renate Künast (MdB) übergeben

Renate Künast, MdB, und Ann Kari Sieme von aktion tier. Foto: © Büro Renate Künast

Rund 5700 Bürger hatten mit ihrer Unterschrift die von uns formulierte Forderung nach einer Tierschutz-Katzenverordnung unterstützt. Nun haben sich unsere Mitarbeiterinnen Ursula Bauer und Ann Kari Sieme mit der Bundestagabgeordneten Renate Künast (Bündnis 90/Die Grünen) vor dem Reichstagsgebäude in Berlin getroffen und die gesammelten Unterschriften übergeben. Frau Künast zeigte sich sehr interessiert an dem Thema und sicherte uns zu, die Unterschriftenlisten an die amtierende Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner weiterzuleiten.

Hintergrund der Unterschriftenaktion: Mit rund 12 Millionen Katzen in Privathaushalten sind Samtpfoten mit Abstand die beliebtesten Haustiere. Anders als bei Hunden existiert eine spezielle Verordnung zur Haltung von Hauskatzen in Deutschland jedoch nicht. Es ist höchste Zeit, dass dieser ungerechte Zustand beendet wird. Daher haben wir die Kampagne „Tierschutz-Katzenverordnung jetzt!“ durchgeführt und rund 5700 Unterschriften gesammelt.
Wer mehr über die von uns geforderte Tierschutz-Katzenverordnung erfahren möchte, findet viele weitere Informationen auf unserer Internetseite unter https://www.aktiontier.org/kampagnen/tierschutz-katzenverordnung-jetzt/

Wir denken, die Unterschriften in die richtigen Hände gegeben zu haben und bedanken uns bei allen die mitgesammelt haben sowie bei Renate Künast, die sofort bereit war, die Unterschriften-Listen entgegenzunehmen.

Heute ist Weltkatzentag!


Foto: © Ursula Bauer
Heute ist Weltkatzentag. Die Katze ist nach wie vor der Deutschen liebstes Haustier. Im vergangenen Jahr lebten hierzulande etwa 13,7 Mio. Samtpfoten in Privathaushalten.

Gemäß Schätzungen des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe verteilen sich diese Tiere auf rund 8 Millionen Menschen, wobei etwa zwei Drittel (also 5,33 Mio) eine und der Rest (2,67) zwei oder mehr Katzen besitzt. Hinzu kommen die Katzen in Tierpensionen, Zuchten, Versuchslaboren und Tierheimen. Wir kritisieren, dass es trotz der dominanten Stellung der Hauskatzen in Deutschland immer noch keine spezielle Halteverordnung gibt.

Ein aus Tierschutzsicht unhaltbarer und ungerechter Zustand – denn für Hunde gibt es seit 2001 eine bundesweit geltende Tierschutz-Hundeverordnung. Und das, obwohl mit 9,2 Mio Vierbeinern deutlich weniger Hunde als Katzen in deutschen Haushalten leben.

Die in der Tierschutz-Hundeverordnung enthaltenen Bestimmungen gehen über das eher allgemein gehaltene Tierschutzgesetz hinaus und gewähren Hunden daher einen zusätzlichen Schutz. Haben Katzen den nicht auch verdient? Wir erleben regelmäßig, dass Hauskatzen durch ihre Besitzer Schmerzen, Leiden und Schäden zugefügt werden und halten daher spezielle gesetzliche Regeln für unerlässlich.

So werden zum Beispiel häufig zu viele Tiere auf engem Raum gehalten, der teilweise auch noch vermüllt und verdreckt ist. Sehr oft findet eine unkontrollierte Vermehrung statt, da die Katzen nicht kastriert sind. Außerdem gehen viele Halter nicht zum Tierarzt, wenn ihre Katzen krank sind. „Um derartige Missstände abzuschaffen, fordern wir eine speziell auf die Bedürfnisse von Katzen zugeschnittene Verordnung, damit Privatpersonen und Institutionen, die Hauskatzen halten, endlich wissen, was erlaubt ist und was nicht“, sagt Ursula Bauer. Darüber hinaus hätten auch Amtstierärzte in Zukunft eine bessere Grundlage zur Beurteilung von Katzenhaltungen.

Wichtiger Hinweis: Die von uns geforderte Tierschutz-Katzenverordnung darf nicht verwechselt werden mit der in vielen Städten und Gemeinden geltende Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Privatkatzen mit Freigang, die häufig als Katzenschutzverordnung bezeichnet wird! Diese Kastrationsverordnung soll die Straßenkatzen-Populationen eindämmen und hat nichts mit einer Tierschutz-Katzenverordnung zu tun, welche sich vorrangig auf die Haltung von Hauskatzen bezieht.

Mehr dazu: https://www.aktiontier.org/kampagnen/tierschutz-katzenverordnung



Aktueller Pollenflug macht vielen Hunden schwer zu schaffen

Foto: © aktion tier e.V.
Allergiker können ein Lied davon singen: Kaum blühen die ersten Sträucher, schwellen die Lider zu, die Nase läuft, es juckt. Was nicht alle wissen – auch vielen Tieren geht es nicht besser.

Etwa jeder zehnte Hund reagiert allergisch auf Pollenflug. Dabei ist die Bandbreite des Ausmaßes der Symptomatik groß. Der eine hat nur leicht gerötete Bindehäute, der andere zeigt schlimmen Augen- und Nasenausfluss und leidet dabei unter starkem Juckreiz.Tritt die Symptomatik moderat auf, bedarf es keiner Therapie. Tiere, die hingegen stark betroffen sind, brauchen Hilfe! Sie durchlaufen nämlich ähnliche Höllenqualen wie zweibeinige Allergiker.

Einiges kann der Besitzer dabei selber ausrichten. Erleichterung bringt immer, die Menge des allergieauslösenden Stoffes zu reduzieren. Deshalb soll der Tierbesitzer die Augenpartie mit einem sauberen, feuchten Waschlappen und klarem Wasser reinigen. Kamillentee oder ähnliches ist in diesem Zusammenhang nicht empfehlenswert, da dieser zwar desinfizierende Wirkung hat, aber die Schleimhäute zusätzlich reizt.

Hunde mit langem Fell dürfen am ganzen Körper abgewaschen werden, um die in den Haaren festhängenden Pollen heraus zu spülen. Natürlich nur, sofern die Umgebungstemperatur eine Ganzkörperwaschung zulässt. Unterbleibt das Ausspülen, werden die Allergene im Fell mit in Wohnung und Körbchen getragen und das Tier leidet nicht nur außerhalb sondern auch innerhalb der vier Wände. Zudem können für den Waschgang spezielle Tiershampoos für Allergiker zum Einsatz kommen, um den Effekt auszuweiten. Das Scheren des Hundes kann die Maßnahmen ergänzen.

In extrem heftigen Fällen hilft aber leider nur der Gang zum Tierarzt. Der kann Augensalben, Tabletten oder auch Spritzen verabreichen, die die Symptomatik lindern bzw. ausmerzen. Auf diese Weise kann dann auch der allergische Vierbeiner den Frühling unbeschwert genießen.

Zwergfledermaus gerettet

Foto: Unsere gerettete Zwergfledermaus (Pipistrellus pipistrellus) © aktion tier, Ursula Bauer
Letzte Woche bat eines unserer Mitglieder um Hilfe. Die Frau wohnt in einer ruhigen Gegend bei Berlin direkt am Wald. Vor 2 Tagen war plötzlich eine Fledermaus in ihrer Wohnung aufgetaucht und im Wohnzimmer herumgeflattert, was die Frau derart in Panik versetzt hat, dass sie außer Stande war, sich früher um das Tier zu kümmern.

Eine aktion tier-Mitarbeiterin fuhr sofort los und fand die Zwergfledermaus, die reglos an einer Bodenleiste klebte. Sie ließ sich problemlos aufnehmen, denn sie war für größere Abwehrreaktionen schon zu schwach. Kein Wunder – zwei Tage ohne Futter und Wasser würde jedem Tier zusetzen und Fledermäuse trocknen besonders schnell aus.

Also ab in die Tierklinik nach Düppel, wo die untersuchende Tierärztin zum Glück recht zufrieden war. Der kleine Fledermausmann wies weder Brüche noch Wunden auf und war augenscheinlich gesund. Dass der Winzling nur 4 Gramm auf die Waage brachte ist für Zwergfledermäuse, die zwischen 3 bis 7 Gramm wiegen, noch kein Drama. Das Tier war nur ein wenig ausgetrocknet und entsprechend schlapp, bekam eine Elektrolytlösung injiziert und war kurz darauf schon wieder recht lebendig. Jetzt wird unser Schützling noch ein paar Tage in der Fledermausstation in der Spandauer Zitadelle betreut und dann geht es wieder nach draußen in die Freiheit.

Es kommt öfter vor, dass sich vor allem kleine Fledermausarten wie die Zwergfledermaus oder die Mückenfledermaus in Wohnungen verirren, da sie offene Fenster anscheinend mit Höhleneingängen verwechseln. Tagsüber sollte man sie auf keinen Fall nach draußen scheuchen, da die Nachttiere im grellen Tageslicht ziemlich hilflos sind. Besser wartet man bis zum Abend, öffnet alle Fenster und schaltet das Licht aus. In der Regel finden die Tiere dann von allein wieder hinaus.

Animal Hoarding: Unterschriftenlisten übergeben

Foto: v.l. Kai Wegner (MdB), Ann-Kari Sieme (aktion tier), Thorsten Schatz (pers. Referent v. Hr. Wegner) © aktion tier e.V.
Animal Hoarding – das krankhafte Tiersammeln - ist ein brisantes Thema, dem wir bereits vor einiger Zeit eine Kampagne gewidmet haben. Zeitgleich starteten wir damals eine Unterschriftenaktion für ein bundesweites Register, in dem Tiermessies und Tierquäler gemeldet werden.

Insgesamt konnten wir mit Eurer Hilfe rund 10.550 Unterschriften sammeln, welche die aktion tier-Mitarbeiterinnen Ursula Bauer und Ann Kari Sieme am Freitag im Paul-Löbe-Haus in Berlin an den Bundestagsabgeordneten Kai Wegner (CDU) und seinen Referenten Thorsten Schatz (CDU) überreichen durften.

Kai Wegner, der sich bereits seit vielen Jahren kontinuierlich für Tierschutzthemen engagiert, hat sich viel Zeit genommen. Und auch sein persönlicher Referent und Pressesprecher Thorsten Schatz war sehr interessiert. Es entstand ein lebhafter Austausch. Wir sprachen unter anderem über die Arbeit von aktion tier und natürlich speziell über das Phänomen „Animal Hoarding“ sowie die Notwendigkeit eines Zentralregisters.

Fälle von ausufernder Tierhaltung, bei denen zahllose Hunde, Katzen, Kleintiere oder Reptilien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden, nehmen in Deutschland immer mehr zu. Da unsere Veterinärbehörden nicht miteinander vernetzt sind, können sich Tiermessies und auch andere Tierquäler sehr einfach durch einen Umzug einer Kontrolle und Weiterverfolgung entziehen und oft sogar trotz Tierhalteverbot völlig unbehelligt an einem neuen Wohnort weitermachen. Ein bundesweites Animal Hoarder und Tierquäler-Zentralregister hätte den Vorteil, dass sich Veterinärämter darüber informieren könnten, ob neu in ihrem Zuständigkeitsbereich auftretende Tierhalter in der Vergangenheit auffällig geworden und eventuell sogar mit einem Tierhalteverbot belegt sind und dann entsprechend handeln.

Kai Wegner und Thorsten Schatz sind selbst Hundebesitzer und wissen daher, dass Tierhaltung Verantwortung bedeutet. Wir rannten mit unserem Anliegen quasi offene Türen ein. Kai Wegner möchte uns helfen das Thema weiter voran zu bringen und wird versuchen einen gemeinsamen Termin im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft zu organisieren, da hier die tierschutzrelevanten Gesetze entworfen werden.

Wir sind uns sicher, dass die Unterschriftenlisten in guten Händen sind und bedanken uns bei allen, die mitgesammelt haben!

Weltwassertag - Wasser ist Leben!

Wasser ist Leben. Foto: © Ursula Bauer

Heute ist Weltwassertag. Eine gute Gelegenheit, über das Thema Wasser nachzudenken.

Wasser ist lebenswichtig! Wir sollten täglich mindestens 1,5 Liter H2O zu uns nehmen, damit unser Körper richtig arbeiten kann.

Wasser kann aber auch krank machen. Wusstet Ihr, dass im Leitungswasser zum Beispiel Medikamentenrückstände, Blei, Chlor und Pflanzenschutzmittel enthalten sein können? Daher kaufen viele Menschen ihr Wasser lieber in Flaschen. Und dann am liebsten in Plastikflaschen, weil die so schön leicht sind.

ABER: ein Teil der im Weichmacher von Plastikflaschen enthaltenen Stoffe sind für Menschen gesundheitsschädlich. Sie lösen sich im Wasser auf und wir trinken sie mit. Plastikmüll belastet und verschandelt außerdem schon jetzt massiv unsere Umwelt. Ein langfristiges Problem – denn Plastik verrottet im Durchschnitt erst nach 500 Jahren, ist also sehr schwer abbaubar.

Also besser Glasflaschen benutzen. Am besten ist allerdings eine fest eingebaute, komplexe Filteranlage, die Leitungswasser in sauberes, gesundes Trinkwasser veredelt. Reines Wasser kommt nicht nur uns selbst, sondern auch unseren Tieren zu Gute.

Hunde im Winter vor Unterkühlung schützen!

Foto: © aktion tier, Ursula Bauer
Wir Menschen können uns mit warmer Kleidung vor der Kälte schützen. Unsere Vierbeiner haben dagegen zur Isolierung nur ihr Fell. Im Winter können Hunde daher sehr schnell unterkühlen, wenn sie sich draußen nicht bewegen.

Besonders gefährlich ist hier längeres Stillsitzen im Freien - zum Beispiel beim Warten vor dem Supermarkt. Bei klirrender Kälte kommt es bereits nach 5 Minuten zu einer Unterkühlung, die eine Blasenentzündung, eine Bronchitis oder gar eine Lungenentzündung nach sich ziehen kann. Auch eine Nierenentzündung und Durchfall können die Folgen des unbeweglichen Wartens in der Kälte sein. Ein Mäntelchen nützt wenig, da Hunde auf ihrem meist wenig behaarten und daher ungeschützten Hinterteil sitzen.

Besonders kälteempfindlich sind Rassen ohne Unterfell wie Dalmatiner, Staffordshire Terrier oder Rehpinscher sowie frisch geschorene Tiere. Grundsätzlich sollte man seinem Vierbeiner im Winter keine längeren Wartezeiten im Freien, im kalten Auto oder auf dem zugigen Bahnsteig zumuten. Auch eine ausgedehnte Stehpause während der Gassi-Runde etwa zum Plausch mit einem zufällig draußen getroffenen Bekannten sollte bei frostigen Temperaturen vermieden werden.

Wer sich einmal in einen Hund hineinversetzt, der ohne mollige Winterkleidung draußen unterwegs ist, oder ein jämmerlich zitterndes, angebundenes Häufchen Elend beobachtet hat, lässt seinen Vierbeiner nicht mehr in der Kälte warten.



Weihnachtssterne sind giftig für Tiere




Foto: © Ursula Bauer
Derzeit findet man ihn am Eingang eines jeden Supermarktes – den Weihnachtsstern. Vor einigen Jahren noch schlicht knallrot mit grünen Blättern, gibt es ihn heutzutage in den verschiedensten Farbvarianten und Größen, von rosé bis gelb, von mini bis riesig. Er ist schön anzuschauen und tendenziell eher pflegeleicht.

Doch Vorsicht! Auch Tiere finden neue Zimmerpflanzen spannend und in diesem Fall kann dies fatal ausgehen. Der Weihnachtsstern gehört zu den Wolfsmilchgewächsen und ist daher hochgiftig für Tiere. Das gilt nicht nur für Hund und Katze, auch Vögeln bekommt die attraktive Pflanze alles andere als gut. Neugierig benagen unsere tierischen Freunde den frisch erworbenen Einrichtungsgegenstand, nicht ahnend, welche Konsequenzen dies für ihre Gesundheit haben kann.

Zu den klassischen Vergiftungserscheinungen bei Tieren durch Weihnachtssterne gehören Erbrechen, Zittern, Speicheln und Muskelkrämpfe. Später können sich Durchfall und Nierenversagen hinzugesellen. Daher muss schnellstmöglich ein Tierarzt aufgesucht werden, sobald die Giftaufnahme bemerkt wurde. Zwei Stunden hat man Zeit um ein Mittel zu spritzen, damit das Tier sich erbrechen muss. Danach bleibt nur die symptomatische Behandlung.

Besser es kommt erst gar nicht so weit. Vorweihnachtliche Stimmung lässt sich auch ohne Weihnachtsstern erzeugen. Und wenn es denn unbedingt einer sein soll, so sollte er außer Reichweite eurer Tiere platziert werden!

Erstes Krematorium für Pferde in Deutschland eröffnet



Foto: © aktion tier e.V.
Bislang war es in der Bundesrepublik verboten, Pferde einäschern zu lassen. Dem Pferdefreund blieb nichts anderes übrig, als seinen geliebten Vierbeiner nach dessen Tod in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zu entsorgen.

Eine Vorstellung, die viele Pferdeliebhaber mit Grauen erfüllte. Erlangt doch auch das Pferd – genau wie Hund und Katze – nach Jahren des Zusammenlebens den Status eines Familienmitgliedes. Nur zu verständlich, dass Pferdebesitzer den Wunsch hegen, dass mit dem Körper des verstorbenen Tieres pietätvoll umgegangen wird.

Hunde und Katzen dürfen hierzulande schließlich schon seit Jahren kremiert werden. Das Gesetz, dass das Einäschern von Ponys und Pferden bisher verboten hat, wurde im Frühjahr dieses Jahres geändert. Kurz darauf begann ein Ehepaar in Schwäbisch Hall mit dem Bau des ersten Krematoriums für Pferde. Der Bedarf dafür ist mit ziemlicher Sicherheit da. Schätzungen zufolge wurden jedes Jahr mehrere hundert tote Pferde in die Niederlande oder die Schweiz verbracht, um sie dort kremieren zu lassen. In diesen Ländern ist die Einäscherung von Pferdekörpern schon länger legal.
Günstig ist diese Art des Abschieds allerdings nicht. Je nach Gewicht des Pferdekörpers fallen Kosten im Rahmen von 2000 bis 3500 Euro für die Verbrennung an. Sie dauert mehrere Stunden. Das Krematorium bietet darüber hinaus an, die Tiere abzuholen. Nach der Einäscherung darf der Besitzer die Asche seines Vierbeiners sogar in einer Urne mit nach Hause nehmen. Bei einer menschlichen Kremierung ist das nicht erlaubt. Mit der Asche des Pferdes kann er dann machen, was er möchte. Auf der Koppel verstreuen, ins häusliche Regal stellen oder unter einem Baum vergraben. Ganz wie es seinen Vorstellungen vom Abschied seines geliebten Freundes entspricht.

Ausstiegshilfen für Tiere in Friedhofs- Wasserbecken angebracht

Fotos: © aktion tier e.V./Bauer

© aktion tier e.V./Bauer
Da im Rahmen der Grabpflege vor allem im Sommer viel gegossen werden muss, gibt es auf jedem Friedhof meist mehrere Wasserentnahmestellen. Alle Anlagen, wo Wasser in Becken steht, sind für Tiere potentiell gefährlich. Beispielweise Steinbecken mit oder ohne Wasserhahn, in denen sich Leitungs- oder Regenwasser sammelt. Sind die Wände hoch und glatt, gibt es kein Entkommen: Durstige Vögel, Eichhörnchen, Mäuse und Insekten, die hineingefallen sind, kommen nicht mehr heraus und ertrinken. Die Zahl der Opfer kann niemand genau beziffern, aber Friedhofsmitarbeiter und Besucher berichten, dass regelmäßig tote Tiere in den Becken im Wasser treiben.

Tanya Lenn von der aktion tier- Eichhörnchenhilfe kümmert ich seit Langem um diese Gefahrenquellen. Gestern hat sie eine aktion tier-Mitarbeiterin zum Friedhof Baumschulenweg in Berlin begleitet.

Schnell entdeckte Frau Lenn zwei alte Steinbecken, in denen das Wasser stand. In jedes wurde ein mitgebrachter dicker Ast gelegt, an dem die Tiere herausklettern können.

Die Rinde der Äste sollte möglichst rau sein, an glatten Oberflächen besteht die Gefahr des Abrutschens. Diese simple Ausstiegshilfe wird in Zukunft vielen Tieren das Leben retten. Um die Friedhofsbesucher über den Zweck der Äste zu informieren, hat Frau Lenn außerdem entsprechende Hinweisschilder angebracht.

Veterinäramt Teltow-Fläming ordnet Rückgabe der illegal aus Polen eingeführten Spitze an

Am Tag der Herausgabe ging es zwei der Spitzwelpen besonders schlecht.
Foto: © aktion tier Zossen

Am vergangenen Montag hat das Veterinäramt Teltow-Fläming die Herausgabe der einige Tage vorher vom Zoll aufgegriffenen, illegal aus Polen importierten sieben Spitze angeordnet. Die weder gechippten noch gegen Tollwut geimpften und außerdem kranken Tiere waren vom gleichen Veterinäramt eingezogen und in unserem Tierheim in Zossen untergebracht worden. 

Entsprechend geschockt waren unsere Mitarbeiter, als die Anweisung kam, die Hunde wieder herauszugeben. Wir hatten das Amt im Vorfeld in einem Fax sehr deutlich darauf hingewiesen, dass wir die Vorgehensweise für rechtswidrig halten. Ungeachtet dessen hat die am Montag im Tierheim anwesende Vertreterin des Veterinäramtes Teltow Fläming die Spitze an den angeblichen Lebensgefährten der angeblichen Besitzerin übergeben, mit der Anweisung, diese zurück nach Polen zu bringen. Ob der Mann dieser Aufforderung gefolgt ist, wurde nicht kontrolliert. Vielleicht hat er die ungeimpften, kranken Vierbeiner inzwischen in Deutschland verkauft.


In diesem Transporter waren die Welpen nach Deutschland gebracht worden.
Foto: © aktion tier Zossen
Das Vorgehen des Veterinäramtes ist unserer Meinung nach wie eine Einladung an alle kriminellen Hundehändler. Denn selbst wenn diese bei einem Transport erwischt werden, drohen ihnen zumindest im Landkreis Teltow-Fläming keine rechtlichen Konsequenzen. Man zahlt für die Unterbringung und Versorgung der Hunde ein im Vergleich zum Wert der Tiere geringes Entgeld und zieht mitsamt der Ware seiner Wege. Diese wurde in unserem Fall mit behördlicher Unterstützung auch noch legalisiert. Denn das Veterinäramt Teltow Fläming hatte angeordnet, alle Spitze vor der Rückgabe zu chippen und mit einem EU-Heimtierpass auszustatten.

Wir fragen uns, warum die Tiere überhaupt eingezogen wurden. Begründet hatte das Amt die Wegnahme mit Verstößen gegen tierschutz- und seuchenrechtliche Vorgaben. An diesen Gründen hatte sich bis zur angeordneten Herausgabe jedoch nichts geändert. Die Hunde hatten immer noch keinen wirksamen Tollwutschutz und waren immer noch krank. Sie litten an Giardien, einem Darmparasit, der schlimmen Durchfall verursacht, und an Bindehautentzündung. Am Tag der Herausgabe ging es zwei der Spitzwelpen besonders schlecht. Unsere Tierärztin machte die anwesende Veterinärin bei einer Begutachtung der Tiere auf diesen Umstand aufmerksam - ohne Erfolg.

Werden Hunde ohne wirksamen Impfschutz gegen Tollwut nach Deutschland eingeführt und aufgegriffen, gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Behörden reagieren können. Entweder werden die Tiere eingeschläfert, was zum Glück äußerst selten verfügt wird. Oder es wird eine Quarantäne angeordnet, bis die Vierbeiner geimpft und der Schutz nach mindestens 21 Tagen wirksam ist. Hunde, die vom Zoll an der Grenze bei der versuchten illegalen Einreise entdeckt werden, können zurückgeschickt werden. Sind sie erst einmal im Land, ist dies jedoch keine Option mehr.

Die Spitze im Tierheim 'aktion tier Zossen'. Foto: © aktion tier Zossen
Der Verein der Tierfreunde Schützende Hand e.V. prüft nun, welche rechtlichen Schritte gegen das Veterinäramt unternommen werden können. Eine weitere Zusammenarbeit mit dem Amt Teltow Fläming halten wir indes für unmöglich. Schließlich möchten wir keine Erfüllungsgehilfen sein, die das Veterinäramt dabei unterstützen, unseres Erachtens rechtswidrige Zustände zu legalisieren.
 
aktion tier– Zossen ist ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier- menschen für tiere e.V. und dem Verein der Tierfreunde „Schützende Hand e.V.“.
 
Weitere Informationen bei:
Diplom-Biologin Ursula Bauer (Vorstandsvorsitzende des Vereines der Tierfreunde Schützende Hand)
Tel.: +49 30 30 10 38 31

Plastikmüll gefährdet unsere Umwelt

Plastik tötet! Fotos: © Ursula Bauer

 Wir sollten unsere Umwelt schützen und erhalten -
denn wir sind ein Teil davon! Fotos: © Ursula Bauer
Haufenweise Plastikmüll am Strand.
Fotos: © Ursula Bauer
Ein Tag am Meer könnte eigentlich schön und unbeschwert sein. Das Schaukeln der Wellen, Möwen, die sich schreiend um Futter streiten, die Luft riecht frisch nach Salz und Tang. Gute Voraussetzungen zum „Seele-baumeln-lassen“. Wäre da nicht der Müll am Strand. Schnüre, Plastikflaschen, Verschlüsse, Dosen, Glasscherben … hat man sich erst einmal auf den ganzen Unrat konzentriert, ist die Erholung schnell dahin. Nicht nur, dass sich die vielen Lach- und Silbermöwen, die am Strand herumlaufen, jederzeit in den Schnüren verfangen oder an scharfen Müllteilen verletzen können. Im seichten Wasser treibt auch noch eine tote Silbermöwe neben einer Plastiktüte. Ein junger Vogel, das erkennt man am bräunlichen Gefieder.

Dabei ist die weltweite Verschmutzung unserer Flüsse, Seen und Meere durch Kunststoffmüll mittlerweile weitaus größer, als es die deutlich sichtbaren Abfallteile aus Kunststoff vermuten lassen. Zur zunehmenden Belastung der Gewässer werden nämlich die nicht löslichen, klitzekleinen Kunststoffpartikel, auch Mikroplastik genannt (Durchmesser kleiner als 5mm). Mikroplastik entsteht einerseits, wenn sich größere Plastikteile zum Beispiel durch Sonne, Wind und Wellenbewegung zersetzen. Zum anderen wird Mikroplastik in Putzmitteln und Kosmetikprodukten beispielsweise als Füllstoff, Bindemittel, Glanzverstärker oder Schleifmittel (Peelings) verwendet. Mit dem Abwasser gelangen die Kunststoffteilchen dann in die Gewässer.

Kunststoffe werden in der Natur nicht abgebaut. Sie zerfallen im Laufe der Zeit in immer kleinere Partikel, aber sie verschwinden nicht. Mittlerweile ist Mikroplastik in allen Arten von Binnengewässern und in allen Meeren zu finden. Es wird von den Wasserlebewesen (z.B. Muscheln, Wasserflöhe, Würmer, Fische) entweder mit dem Wasser oder über die Nahrung aufgenommen. Oft werden die Kunststoffteilchen auch mit Futter verwechselt und gezielt gefressen. Entsprechend der Nahrungskette reichert sich Mikroplastik zum Beispiel in größeren Raubfischen an, die sich von Fischen und Muscheln ernähren. So gelangt es schließlich auf unsere Teller und in unsere Körper. Inzwischen wurde Mikroplastik auch an Land in den Böden festgestellt, was zusätzlich Grund zum Handeln gibt. Dass Müll nicht in der Natur zurücklassen wird, sollte selbstverständlich sein.

Außerdem sollten wir nicht darauf warten, dass Kunststoffe in Kosmetika irgendwann einmal verboten werden, sondern schon jetzt bewusst einkaufen und auf derartige Produkte verzichten. Zum Beispiel sind vor allem in Peelings, Waschlotionen und Cremes häufig die Kunststoffe Acrylates Crosspolymer (ACS) und Polyethylen (PE) enthalten. In Duschgels und Flüssigseifen ist ferner Acrylates Copolymer (AC) ein weit verbreiteter Inhaltstoff. Entweder wirft man einen Blick auf das Etikett oder kauft gleich zertifizierte Naturkosmetik, die garantiert keine Kunststoffe wie Plastik und Silikone enthält.

Kunststoff kann an vielen anderen Stellen im Alltag vermieden werden. Etwa, indem man Stoffbeutel statt Plastiktüten für den Einkauf verwendet. Auch synthetische Kleidung zum Beispiel aus Elasthan oder Polyester ist bedenklich, da bei jedem Waschen etliche Kunststofffasern verloren gehen und mit dem Abwasser in die Gewässer gelangen.

Wir sollten unsere Umwelt schützen und erhalten - denn wir sind ein Teil davon!

Eichen im Herbst können für Pferde gefährlich sein

Foto: © aktion tier e.V.
Viele Pferdebesitzer wissen es gar nicht: Sowohl Eichenblätter als auch die Eicheln selbst enthalten einen Stoff, der schwerste Vergiftungen bei Pferden auslösen kann. Pferdebesitzer müssen im Herbst daher unbedingt darauf achten, dass ihre Pferde weder Eicheln noch das Laub von Eichen fressen, dann steht Ausritten im goldenen Herbst nichts im Wege.

Mehr Infos dazu: https://www.aktiontier.org/presse/pressemitteilungen/artikel/datum/2015/11/eichen-im-herbst-gefaehrlich-fuer-pferde/

Foto: © aktion tier e.V.

Tierschützer freigesprochen


Foto (Symbolbild): © Ursula Bauer

Das Urteil des Landgerichts Magdeburg letzter Woche hat es in sich. Tierschützer waren des Hausfriedensbruchs angeklagt, weil sie sich unerlaubter Weise Zutritt zu einer Schweinemastanlage verschafft und die desaströsen Zustände innerhalb der Stallungen gefilmt und veröffentlich hatten. Jetzt wurden sie überraschend freigesprochen. Ein mutiger Richterspruch!

Der zuständige Richter hat klargemacht, dass ohne diesen Regelbruch der Tierschützer der von den Behörden tolerierte Missstand nicht behoben worden wäre. Die Tierschützer hatten im Vorfeld mehrmals Kontakt zu den verantwortlichen Amtsveterinären gesucht. Sie hatten die tierquälerische Haltung angezeigt und um Kontrollen gebeten. Doch leider haben die Veterinärämter nicht für Abhilfe gesorgt.

Der Richter war der Meinung, dass sich der Staat die Einmischung der Bürger gefallen lassen muss, wenn er selbst derart versagt. Im Juristendeutsch nennt sich das 'Rechtfertigung durch ein überwiegendes anderes Schutzgut'.

Aus diesem Urteil darf jetzt natürlich nicht abgeleitet werden, dass nun jeder nach Gutdünken Recht brechen darf. Ganz im Gegenteil: Der Rechtsweg muss in jedem Fall beschritten werden. Erfreulich ist aber, dass die Ämter ab jetzt gezwungen sind, Hinweisen eifrig nachzugehen. Ansonsten müssen sie befürchten von Bürgern, die diese Tatenlosigkeit nicht akzeptieren, bloßgestellt zu werden.

Leider hat die Staatsanwaltschaft am Montag Berufung gegen den Richterspruch eingelegt. Vor dem Oberlandesgericht Naumburg wird der Fall also erneut verhandelt werden. Bleibt zu hoffen, dass auch diesmal das Urteil so ausfällt, dass es Veterinärämter zwingt, bei Handlungsbedarf auch wirklich tätig zu werden.

Jungigel umgesiedelt | Die wenigsten Igel brauchen menschliche Hilfe!

Der Igel erkundet seine neue Umgebung. Foto: © Ursula Bauer
Am vergangenen Wochenende haben wir einen Jungigel umgesiedelt, der an einer stark befahrenen Straße in einem dicht bebauten Berliner Bezirk gefunden worden war. Das gesunde und über 600 Gramm schwere Tier wurde in einem weitläufigen, vielfältig strukturierten Landschaftspark freigelassen. Dort bieten Naturelemente wie Hecken, Gebüsche, Steinmauern, Teiche, Nutz- und Ziergartenbereiche ideale Lebensbedingungen.

------ WICHTIG ------

Nur in absoluten Ausnahmefällen wie diesem ist eine Umsiedelung gerechtfertigt und sinnvoll. Wer einen Igel wahllos einsammelt, nur weil er das Gefühl hat, das Tier sei in der Stadt fehl am Platz, handelt tierschutzwidrig und tut dem kleinen Outdoor-Profi auch keinen Gefallen. Igel sind sogenannte Kulturfolger, die heute vorrangig in der Nähe des Menschen zum Beispiel in den begrünten Randbereichen von Siedlungen sowie in Gärten und Parks leben. Jeder Igel hat ein festes Revier, in dem er lebt und auf Nahrungssuche geht und aus dem man ihn niemals ohne triftigen Grund herausreichen sollte. Es ist völlig normal, dass uns die Tiere auch ab und an in der Stadt begegnen. Sie müssen nicht automatisch „gerettet“ werden.

Unserem Igel drohte an der Straße unmittelbare Gefahr und es befanden sich in der näheren Umgebung weder Gärten noch eine Grünanlage, wohin wir das Tier hätten bringen können, daher gab es keine andere Lösung als die Umsiedelung.

Außer in akuten Gefahrensituationen sollte man helfen, wenn:
- Der Igel verletzt und/oder offensichtlich krank ist
- Igelsäuglinge mit geschlossenen Augen, die sich tagsüber außerhalb des Nestes befinden
- Untergewichtige Tiere (Mindestgewicht Anfang November: Jungigel ca. 500g, Alttiere ca. 1.000g)
- Igel, die bei Dauerfrost und geschlossener Schneedecke für längere Zeit draußen herumlaufen

Laien können oft nicht beurteilen, ob sich ein Igel in einer akuten Notsituation befindet. Wir empfehlen daher, vor einer auch noch so gut gemeinten `Rettungsaktion` mit einem Igelexperten zum Beispiel von aktion tier zu sprechen.

Geschäftige Eichhörnchen unterwegs

Foto: © Sabo

Jetzt legen Eichhörnchen ihre Wintervorräte an. Sie vergraben und verstecken jede Menge Nüsse, Bucheckern und andere Pflanzensamen. Das Futter wird im Boden verscharrt, in Astgabeln eingeklemmt oder unter loser Baumrinde deponiert.

Da Eichhörnchen keinen durchgängigen Winterschlaf sondern lediglich eine Winterruhe abhalten, benötigen sie für die Wachphasen ausreichend Nahrung. Die Tiere sind im Moment so eifrig damit beschäftigt, ihre Vorräte zu sammeln und in die zahlreichen Verstecke zu schaffen, dass sie gar nicht mehr auf den Autoverkehr achten.

Viele „Hörnchen“ sind in diesem Herbst schon überfahren worden. Daher bitten wir alle Autofahrer dringend um eine vorsichtige Fahrweise. Vor allem an Parks, Friedhöfen und Gehölzgruppen ist mit Hörnchen zu rechnen, die, eine Nuss im Maul, schnell die Strasse überqueren wollen.
Bitte, liebe Autofahrer, nehmt jetzt besonders viel Rücksicht – denn Eichhörnchen habe keine Bremse!

Mehr Sicherheit für Hunde durch Leuchthalsbänder

Foto: © aktion tier e.V.

Selbstverständlich muss der beste Freund des Menschen auch im Herbst und Winter ausgeführt werden. Da es zu diesen Jahreszeiten früh dämmert und die Gassirunden vermehrt im Dunkeln stattfinden, sind unsere Hunde besonders gefährdet. Um sie vor allem für Autofahrer besser erkennbar zu machen sollten sie jetzt mit Leuchthalsbändern ausgestattet werden.

Für uns Menschen ist es selbstverständlich, bei Dämmerung und Dunkelheit das Licht am Fahrrad oder am Auto einzuschalten oder die Kleidung spätestens im Herbst mit Lichtreflektoren zu versehen. Eher selten sieht man dagegen Hunde, die den Lichtverhältnissen der dunklen Jahreszeit angepasst durch die Straßen geführt werden. Dabei kann man seinen Vierbeiner beim Gassigehen schon durch das einfache Anlegen eines Leuchthalsbands oder eines Leuchtgeschirrs für die anderen Verkehrsteilnehmer gut sichtbar machen und so vor vielen Gefahren schützen.

Aber nicht nur im Straßenverkehr sind Leuchthalsbänder zu empfehlen. Auch bei Spaziergängen durch Parks, Wälder oder über freies Feld kann das nützliche Utensil vor allem bei Hunden mit dunkler Fellfarbe für mehr Entspannung und Sicherheit sorgen. Durch das Blinken und Leuchten sind die Vierbeiner auch über eine recht weite Entfernung noch gut zu erkennen, so dass Herrchen und Frauchen bei Bedarf schnell reagieren können.

Im Handel erhältlich sind beispielsweise einfache „Leuchtringe“, die dem Hund zusätzlich zum eigentlichen Halsband umgelegt werden können. Andere, stabilere Varianten mit Ösen für Leine und Hundemarke sind dagegen schon ein brauchbarer Ersatz für das normale Halsband. Man sollte jedoch darauf achten, dass das Leuchthalsband durch batterie- oder akkubetriebene LED´s aktiv leuchtet und nicht nur mit Reflektoren ausgestattet ist. Reflektoren haben den Nachteil, dass sie erst dann aufleuchten, wenn sie direkt von einem Scheinwerfer oder einer anderen Lichtquelle angestrahlt werden. Dann kann es unter Umständen jedoch schon zu spät sein.

Wie jedes Halsband sollte auch das Leuchthalsband der Größe des Hundes angepasst und weder zu eng noch zu weit sein. Für 8,00 bis 10,00 € sind einfachere Ausführungen zu haben, wasserfeste Leuchthalsbänder sind etwas teurer. Am besten kauft man das Leuchthalsband im Fachgeschäft, wo man die richtige Größe gleich am mitgebrachten Hund auszuprobieren kann.

Am 4. Oktober ist Welttierschutztag!

Denny vom aktion tier-Aufklärungsteam mit "Felantix" in der aktion tier Geschäftsstelle Berlin. Foto: © aktion tier e.V.
"Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleich gestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder."

Franz von Assisi (1182 - 1226), Gründer des Ordens der Franziskaner

Der Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi und der Welttierschutztag fallen bewusst auf den heutigen 4. Oktober. Denn Franziskus setzte sich zeitlebens für Tiere und die Natur ein und gilt für viele als erster Tier- und Naturschützer der Geschichte.

Tierschutz fängt für aktion tier e.V. im Kopf an - und nicht im Tierheim. Nur wenn jeder von euch sein Handeln möglichst tierschutzbewusst ausrichtet, kann langfristig etwas verändert werden. Das gilt für den Einkauf im Supermarkt ebenso wie für die Anschaffung eines Haustieres.

Weil Wissen die Basis dafür ist, sich überhaupt tierschutzbewusst verhalten zu können, setzen wir seit vielen Jahren auf Aufklärungsarbeit. Unsere Mitarbeiter informieren in persönlichen Gesprächen über Tierschutzthemen und wir stellen zahlreiche kostenlose Artikel und Broschüren auf unserer Internetseite bereit. Außerdem stehen wir euch per Mail und telefonisch in unserer Berliner Geschäftsstelle für alle Fragen zum Tierschutz gern zur Verfügung.

Wie ihr euren Garten zum Igelparadies macht

Foto: Ein naturnaher Garten. © Ursula Bauer
Gerade in unseren Gärten begegnen wir immer wieder Igeln, die sich auf ein Leben in der Nähe des Menschen eingerichtet haben. Vor allem mit Einbruch der Dämmerung sind die nachtaktiven Stacheltiere entlang von Zaun-, Haus- oder Bordsteinwänden auf der Suche nach Nahrung unterwegs. Um die Gefahren zu minimieren, die auch in unseren Hausgärten auf Igel lauern, könnt ihr folgende Hinweise zu beachten:

- Mülltüten immer gut verschließen, sonst klettern neugierige Igel hinein und sitzen dann in der Falle.

- Garagentore und die Türen von Gartenhäusern immer geschlossen halten. Versehentlich eingesperrte Igel können verhungern, wenn die Tore länger geschlossen bleiben.

- Denkt an ausreichend große Durchgänge in der Gartenumzäunung, damit der Igel auch in Nachbars Garten laufen kann.

- Vorsicht beim Umsetzen von Kompost! Bitte stecht nicht unbedacht mit einem Spaten oder einer Mistgabel hinein – es könnten Igel darin wohnen.

- Wenn das Abbrennen von Gartenabfällen nicht zu vermeiden ist, bitte vor dem Anzünden den Haufen vorsichtig umschichten.

- Verwendet weder Gift noch chemische Düngemittel.

- Deckt Kellerschächte und Swimming-Pools ab.

- Laubsauger sind für Igelkinder lebensgefährlich, da sie leicht eingesaugt werden können.

Ein vielfältiger, naturnaher Garten beherbergt zahlreiche Futtertiere des Igels und bietet ihm gute Versteckmöglichkeiten. Im Herbst solltet ihr außerdem Laub und Schnittgut in einer ruhigen Gartenecke aufschichten, damit sich die stacheligen Gesellen darunter ein Nest für ihren Winterschlaf bauen können.

Na dann... auf in den Herbst! 🍁🍂🍃
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Mehr zum Igel: https://www.aktiontier.org/kampagnen/unsere-igel/
Zum aktion tier Igelzentrum Niedersachsen: https://www.aktiontier-igelzentrum.org/

Etwa ein Drittel aller Hunde, Katzen und kleinen Heimtiere in Deutschland bringen zu viel Gewicht auf die Waage

Übergewichtige Katze. Foto: © Ursula Bauer
Leider nehmen Tierhalter das Sprichwort "Liebe geht durch den Magen" häufig allzu wörtlich. Vor allem mit kalorienreichen Häppchen, Tiersnacks und Essensresten werden viele Hunde regelrecht gemästet.

Etwa ein Drittel aller Hunde, Katzen und kleinen Heimtiere in Deutschland bringen zu viel Gewicht auf die Waage. Fettleibigkeit ist vor allem bei Hunden die verbreitetste, ernährungsbedingte Krankheit – verursacht durch zu wenig Bewegung in Verbindung mit übermäßigem Kalorienkonsum.

Über die Gründe für das an Körperverletzung grenzende Fütterungsverhalten der Besitzer kann dagegen nur spekuliert werden. Das Bedürfnis, den Hund über die Nahrung zu verwöhnen, ist sicherlich ein Aspekt.

Auf jeden Fall hat maßlose Fütterung mit Liebe herzlich wenig zu tun. Denn Fettleibigkeit macht nicht glücklich, sondern krank. Wie stark übergewichtige Menschen leiden auch dicke Tiere zum Beispiel an Gelenk- und Bandscheibenproblemen, Atembeschwerden, Blähungen, Herz- und Lebererkrankungen sowie an Diabetes. Übergewicht macht außerdem faul und träge, wodurch die Fettleibigkeit weiter verschlimmert wird.

Echte Tierliebe bedeutet, dass wir unseren Hunden vor allem eins schenken: Aufmerksamkeit und Zeit! Ausgedehnte Spaziergänge, Spielen und Kuscheln macht die Vierbeiner glücklich und hält sie gesund.

Tipps zur Ernährung von Hunden und Katzen sowie unsere kostenlose Broschüre dazu findet ihr hier: https://www.aktiontier.org/kampagnen/tierliebe-geht-durch-den-magen/